Eine abgeschlossene graue Mülltonne  (Foto: imago images / Gottfried Czepluch)

So entsorgen Sie Corona-Müll richtig

  27.09.2020 | 08:46 Uhr

Für Müll aus privaten Haushalten, in denen sich Corona-Infizierte aufhalten, gelten besondere Regeln. Laut ZKE dürfen alle Abfälle, die mit dem Virus kontaminiert sein könnten, ausschließlich über den Restmüll entsorgt werden. Auch beim Verpacken des Mülls gibt es einiges zu beachten.

Müll, der möglicherweise mit dem Coronavirus kontaminiert ist, darf nicht über andere Sammelsysteme wie die Biotonne, den Papiercontainer oder den Gelben Sack entsorgt werden. Stattdessen gehört dieser Abfall in die graue Restmülltonne, erklärt der ZKE.

Um niemanden zu gefährden, sollten die Abfälle zudem nicht lose weggeworfen werden, sondern ausschließlich in stabilen, reißfesten, feuchtigkeitsbeständigen und dichten Säcken. Falls notwendig, empfiehlt der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE), mehrere Säcke ineinander zu verwenden. Die Säcke sollten zudem fest verschlossen sein – zum Beispiel durch Zuknoten. Spitze und scharfe Gegenstände sollten in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt werden.

Wohin mit zusätzlichem Müll?

Müll, der nicht mehr in die graue Tonne passt, sollte –  sicher verpackt –  bis zur nächsten Abfuhr aufbewahrt werden. Alternativ kann er in speziellen bereits gekauften ZKE-Beistellsäcken neben der Abfalltonne zur Entsorgung bereitgestellt werden. Die Beistellsäcke bestehen aus dickem Packpapier und sind stabiler als andere Abfallsäcke. Diese können leichter reißen und sollten deshalb in keinem Fall neben die Tonne gestellt werden, um andere Personen nicht zu gefährden. 

Ist der Müll richtig verpackt, sollte zum Schutz der Müllwerker der Griff der Mülltonne gereinigt werden. Dadurch sinke die Ansteckungsgefahr.

Papier, Glas und Sperrmüll zuhause lagern

Papier- und Glasabfälle, die nicht kontaminiert sind, sollten bis zum Ende der Quarantäne zuhause gesammelt werden und dann über die öffentlichen Sammelcontainer entsorgt werden.

Auch Haushalte, in denen keine mit dem Coronavirus infizierten Personen leben, sollten hygienerelavante Abfälle wie Taschentücher, Küchenrolle oder Essenreste ausschließlich über den Restmüll entsorgen. Der ZKE rät zudem sperrige Abfälle und Wertstoffe zuhause zu lagern und den ZKE-Spermüll-Abholservice nur in dringenden Fällen, etwa bei einem Umzug, zu nutzen. Dadurch könne Personal für die Müllabfuhr vorgehalten werden.

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