Eine Pflegerin geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor. (Foto: Christoph Schmidt/dpa)

Corona-Pandemie trifft zunehmend Pflegeheime

Thomas Gerber   01.04.2020 | 08:06 Uhr

Die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus trifft immer mehr saarländische Alten- und Pflegeheime. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren zuletzt insgesamt sieben Einrichtungen betroffen.

Hotspot der Coronapandemie bei den sogenannten "vulnerablen" - also besonders gefährdeten - Alten ist die Seniorenresidenz Viktoria der Arbeiterwohlfahrt in Püttlingen. Dort sind acht Bewohner und drei Mitarbeiter infiziert. Ein Bewohner musste in ein Akutkrankenhaus verlegt werden, die anderen sieben wurden in Einzelzimmern untergebracht, befinden sich also quasi in häuslicher Quarantäne.

19 Coronafälle in Altenheimen

Ihre Krankheitsbilder zeigten, so das Gesundheitsamt, in "der Einrichtung führbare Verläufe". Von
allen Mitarbeitern des AWO-Heims seien bereits am Dienstag Abstriche gemacht worden, auch alle Heimbewohner sollen bis zum Abend getestet sein. Von den landesweit insgesamt 19 bekannten Coronafällen in Altenheimen mussten zehn in Akutkrankenhäuser eingeliefert werden, ein Patient ist verstorben.

Kein Aufnahmestopp im Saarland

Trotz dieser Zahlen und der alarmierenden Nachricht aus Püttlingen bezeichnet das Gesundheitsministerium die Entwicklung in den saarländischen Senioreneinrichtungen als stabil. In Püttlingen sollen in den nächsten 14 Tagen zwar keine neue Heimbewohner mehr einziehen - einen
landesweiten Aufnahmestopp wie in Niedersachsen soll es im Saarland aber vorerst nicht geben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 01.04.2020 berichtet.

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