Der Pfleger auf einer Intensivstation im Krankenhaus zieht sich einen Schutzumhang an. (Foto: dpa)

Vorbereitungen auf mehr Corona-Patienten

Nelly Theobald   17.03.2020 | 08:00 Uhr

Die Saarländischen Krankenhäuser bereiten sich auf mehr mit dem Coronavirus infizierte Patienten vor. Das Gesundheitsministerium will 1000 Intensiv- und Notfallbetten im Saarland bereitstellen - 250 mehr als es aktuell gibt. Außerdem sollen mehr Beatmungsplätze entstehen. Dafür schulen die Krankenhäuser unter anderem ihre Mitarbeiter.

"Es gibt im Saarland aktuell keinen Corona-Intensivepatienten "
Audio [SR 3, Karin Mayer/Steffani Balle, 17.03.2020, Länge: 03:02 Min.]
"Es gibt im Saarland aktuell keinen Corona-Intensivepatienten "

Die Kliniken im Saarland sagen unter anderem planbare, nicht dringliche Operationen ab und schaffen so werden Beatmungskapazitäten in den Operationssälen. Viele Krankenhäuser haben auch neue Beatmungsmaschinen bestellt. Zum Beispiel die Knappschaftskliniken und das Klinikum Saarbrücken. Es könne aber mehrere Monate dauern bis die geliefert würden, heißt es aus den Knappschaftskliniken. Im Moment gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 560 Beatmungskapazitäten im Saarland. Intensiv- und Notfallbetten gebe es 750.

Probleme beim Nachschub von Schutzkleidung

Die Krankenhäuser versuchen außerdem mehr Personal zu mobilisieren. Im Saarland könnten laut Gesundheitsministerium nach bisherigen Zahlen ungefähr 400 Alt-Ärzte aktiviert werden. Die Knappschaftskliniken sprechen mit Ärzten im Ruhestand. Außerdem versucht man bei der Kinderbetreuung zu unterstützen. Zudem gibt es jeden Tag eine Schulung, um Mitarbeiter auf die Arbeit auf Intensivstationen vorzubereiten. Im Klinikum Saarbrücken sind Studenten im Praktischen Jahr bereits im unterstützenden Einsatz, ebenso Krankenpflegeschüler.

Das Gesundheitsministerium ist mit allen saarländischen Krankenhausträgern im Gespräch, weil weitere Notfallstationen eröffnet werden sollen. Probleme gibt es bei der Schutzkleidung. Viele Krankenhäuser haben sich zwar einen Vorrat angelegt, bei der Nachbestellung komme es aber zu Engpässen. Das Ministerium spricht nach eigenen Angaben mit Firmen und Produzenten. Auch der Bund werde demnach Material liefern.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 17.03.2020 berichtet.

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