Ein Mädchen schaut aus dem Fenster. (Foto: dpa)

Ausgleichszahlungen für arme Kinder gefordert

  24.03.2020 | 12:36 Uhr

Die Corona-Krise verschärft nach Einschätzung des saarländischen Landesverbandes des Deutschen Kinderschutzbundes das "ohnehin massive Problem der Kinderarmut". Darum müsse es jetzt unbürokratisch finanzielle Hilfe geben.

Rund drei Millionen Kinder und Jugendliche hätten bundesweit Anspruch auf kostenloses Mittagessen in der Kita oder der Schule, da ihre Familie sich in einer prekären finanziellen Situation befinde, sagte der Vorsitzende Stefan Behr. "Diese Leistung fällt derzeit ersatzlos weg."

Der Kinderschutzbund forderte daher jetzt unbürokratisch finanzielle Hilfe für bedürftige Familien. Der Vorschlag: Aus den frei werdenden Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets solle ein Zuschlag von 90 Euro pro Monat und Kind für alle Familien finanziert werden, die Leistungen zur Existenzsicherung erhielten.

Der Landesverband teilte weiter mit, er habe auf der Webseite www.kinderschutzbund-saarland.de Informationen zum Umgang mit der Corona-Pandemie eingestellt. Zudem gebe es Praxistipps und Empfehlungen für Familien für die Zeit, in der landesweit Bildungs- und Betreuungseinrichtungen geschlossen sind.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 24.03.2020.

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