Blaulicht der Polizei (Symbolbild) (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Monika Skolimowska)

Corona-Infizierter verursacht mit drei Promille Unfall in Neunkirchen

  24.07.2022 | 12:43 Uhr

Wegen eines Geschwisterpaars musste die Polizei Neunkirchen am Samstagabend ausrücken. Sie waren nicht nur stark alkoholisiert mit dem Auto unterwegs, sondern auch mit Corona infiziert – was ihnen offenbar bewusst war. Als sie von der Polizei festgenommen wurden, leckten sie die Sitze des Streifenwagens ab und spuckten um sich.

In Neunkirchen sind am Samstagabend zwei stark betrunkene und Corona-infizierte Brüder nach einem Unfall von der Polizei festgenommen worden. Wie die Polizei Neunkirchen berichtet, war einer der Brüder mit mehr als drei Promille mit seinem Auto in der Mozartstraße unterwegs und hat dort einen Unfall mit Sachschaden an einem anderen PKW verursacht.

Als der Fahrer ausstieg und mit dem anderen Unfallbeteiligten diskutierte, wechselte der Bruder auf den Fahrersitz und versuchte mit dem Wagen zu flüchten. Er konnte wenige Meter weiter von Passanten angehalten werden.

Daraufhin brach vor Ort ein Streit aus, an dem nach Angaben der Polizei etwa 20 Personen beteiligt gewesen sein sollen.

"Sowas habe ich noch nie erlebt"

Den beiden Brüdern, 28 und 30 Jahre alt, wurden aus Sicherheitsgründen Handfesseln angelegt. Sie wurden anschließend getrennt voneinander in zwei Streifenwagen gesetzt.

Im Streifenwagen leckten sie die Sitze ab und spuckten um sich. "Sie haben dabei gesagt, dass sie positiv sind. So etwas habe ich dieser Form noch nie erlebt", sagte ein Sprecher der Polizei. Ein Schnelltest habe bestätigt, dass beide Brüder aktuell mit dem Virus infiziert sind.

Die Brüder wurden in ein spezielles Polizeigewahrsam für Corona-Infizierte gebracht, aus dem sie mittlerweile wieder entlassen wurden. Den Männern drohen nun mehrere Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen, sagte der Sprecher. Unter anderem wegen versuchter Unfallflucht und Verstößen gegen die Corona-Verordnung.

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