In einem St. Ingberter Labor werden Corona-Proben analysiert (Foto: Sebastian Knöbber)

Bislang rund 25.000 Corona-Tests im Saarland

  07.04.2020 | 11:22 Uhr

Seit dem Anlaufen systematischer Corona-Tests vor gut einem Monat sind im Saarland insgesamt rund 25.000 Abstriche genommen worden. 92 bis 93 Prozent der Proben bislang waren negativ, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Die saarländischen Labore können laut Ministerium aktuell 1000 bis 1200 Proben auswerten. Bundeswehr, Ärzte, Virologen und Labormitarbeiter zeigten einen unermüdlichen Einsatz, lobte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Zugleich wies sie noch einmal auf die Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) für eine Testung auf Covid-19 hin.

Zwei Kriterien für Tests

Demnach werden Patienten getestet, bei denen ein begründeter Verdacht besteht, dass sie an Covid-19 erkrankt sind. Dies sei dann der Fall, wenn sogenannte respiratorische Symptome auftreten - beispielsweise Husten oder Atemnot verbunden mit Fieber - und es Kontakt zu einem nachgewiesenen Covid-19-Erkrankungsfall gab. Der Kontakt muss innerhalb der letzten 14 Tage vor Symptombeginn stattgefunden haben. 

Ein Verdacht bestehe auch bei Patienten, bei denen vom Arzt eine virusbedingte Lungenentzündung vermutet wird und in deren direktem Umfeld vermehrt Patienten aufgefallen sind, die ebenfalls an einer Lungenentzündung erkrankt sind. In diesem Fall sei ebenfalls unbedingt eine Abstrichuntersuchung auf Covid-19 durchzuführen.

Ausnahmen möglich

Menschen, die nicht gemäß dieser beiden Kriterien als Verdachtsfall gelten, könnten im Ausnahmefall getestet werden. Und zwar dann, wenn es keine Alternativdiagnose gibt, also alle üblichen Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik ausgeschlossen worden seien.

Es gelte insbesondere, Menschen mit Risikofaktoren vor einer Corona-Infektion zu schützen, so das Gesundheitsministerium. Dazu gehörten häufig Patienten in Krankenhäusern, in der Pflege oder in Arztpraxen. Darum sollten Mitarbeiter in diesen Einrichtungen, die respiratorische Symptome der Atemwege haben, ebenso getestet werden wie Menschen mit Symptomen und chronischen Erkrankungen, die ein Risiko haben, einen schweren Krankheitsverlauf zu erfahren.

Durch die Tests soll die Erkrankung möglichst früh ausgeschlossen oder bestätigt und nötige Therapiemöglichkeiten ergriffen werden.

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