Bildmontage: Saarlanfkarte vor einer Laborangestellten mit Teströhrchen in der Hand (Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto | Weber/Eibner-Pressefoto)

Infektionsgeschehen driftet etwas auseinander

Thomas Braun   04.02.2021 | 15:33 Uhr

Im Vergleich zur Vorwoche gibt es im Saarland beim Infektionsgeschehen wieder etwas größere regionale Unterschiede. Die Zahl der Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200 hat zugenommen, umgekehrt gibt es auch mehr Gemeinden, die unter der 50er-Marke liegen.

Landrat Neunkirchen: "Wir haben 50 Prozent der Fälle in Einrichtungen"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger, 05.02.2021, Länge: 03:57 Min.]
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In insgesamt sechs Städten und Gemeinden im Saarland lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt wieder über dem rechnerischen Wert von 200 neuen Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern. Eine Woche zuvor waren es nur zwei Kommunen. Umgekehrt gibt es aber auch mehr Gemeinden, in denen der Wert unter die 50er-Marke gesunken ist.

Die höchste Inzidenz verzeichnet aktuell Eppelborn mit 586, was nach Angaben des Kreises Neunkirchen maßgeblich auf einen Ausbruch in einer Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung zurückgeht. Die niedrigsten Zahlen hatte zuletzt Bous. Hier gab es in den vergangenen sieben Tagen nur einen neuen Coronafall.

Stetiges Auf und ab setzt sich fort

Insgesamt betrachtet sind die Zahlen im Vergleich zur Vorwoche wieder leicht gestiegen. Aber auch hier ist die Entwicklung regional unterschiedlich. St. Wendel zum Beispiel verzeichnete mit insgesamt 21 Neuinfektionen 19 weniger als noch eine Woche zuvor. In Wadgassen oder Schmelz hingegen waren es 23 beziehungsweise 22 mehr.

Das Bild, das sich jetzt schon mehrere Wochen zeigt, setzt sich also weiter fort: Während in der einen Kommune die Zahlen zumindest kurzzeitig sinken, steigen sie andernorts wieder an. Dauerhaft niedrige Zahlen sind in keiner Kommune zu beobachten.


Inzidenzwert richtig einordnen

In unserer interaktiven Karte haben wir uns bei der Berechnung der Inzidenz an der Berechnungsweise des RKI für die Landkreise und für internationale Vergleiche orientiert. Die Fallzahlen werden dabei auf einen Wert pro 100.000 Einwohner umgerechnet und sind somit untereinander vergleichbar.

Die meisten Gemeinden im Saarland haben zwischen 10.000 und 20.000 Einwohner - der Inzidenzwert ist dort also rund fünf bis zehnmal höher als die tatsächlichen Infektionszahlen. Deshalb geben wir in der interaktiven Karte neben der Inzidenz immer auch die absoluten Fallzahlen an.

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