Logo einer Apotheke (Foto: dpa/Ole Spata)

Medikamenten-Versorgung wird erleichtert

  22.04.2020 | 10:23 Uhr

Damit Patienten in Corona-Zeiten möglichst problemlos an wichtige Arzneimittel kommen, gelten seit Mittwoch eine Reihe von Ausnahmeregelungen. Der Aufpreis für Alternativmedikamente fällt weg, und Botendienste werden gestärkt.

Kommt es während der Corona-Krise bei sogenannten Rabattarzneimitteln zu Lieferengpässen, erhalten Patienten mit einem Rezept ein vorrätiges Alternativmedikament mit dem gleichen Wirkstoff, teilte die Apothekerkammer des Saarlandes mit. Die Mehrkosten übernehme die jeweilige Krankenkasse. Nach Rücksprache mit dem Arzt könne die Apotheke auch ein Arzneimittel ausgeben, das zwar nicht den gleichen Wirkstoff, aber eine vergleichbare Wirkung hat.

Fünf Euro pro Botengang

Finanzielle Unterstützung erhalten die Apotheken für ihre Botendienste. Damit sollen Kontakte gerade bei Risikogruppen reduziert werden. Fünf Euro gibt es pro Botengang. Für die Patienten bleibt das Angebot kostenlos.

"Die Ausnahmeregelungen geben dem Apotheker mehr Handlungsfreiheit", sagte Manfred Saar, Präsident der Apothekerkammer des Saarlandes. "Wir können auch bei Lieferengpässen viele Patienten direkt versorgen, die sonst nochmal in die Apotheke kommen müssten."

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