Test auf Antikörper gegen das Coronavirus in einem Labor. (Foto: dpa/Sven Hoppe)

Antikörper-Studie startet wohl erst Mitte Juni

Steffani Balle   30.05.2020 | 13:01 Uhr

Anfang Mai hatte die Landesregierung eine wegweisende Studie angekündigt: Mittels Antikörper-Nachweis soll ermittelt werden, wie hoch die Dunkelziffer der Corona-Infizierten im Saarland ist. Noch ist der Startschuss nicht gefallen - doch die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, versichert Virologe Jürgen Rissland auf SR-Nachfrage.

Es sollen verschiedene Test-Systeme zum Einsatz kommen, erklärt der Virologe Jürgen Rissland von der Uniklinik des Saarlandes. Jede Blutprobe soll mittels dieser Tests nicht nur einmal, sondern mehrfach untersucht werden. Nur so käme man zu einem möglichst sicheren Ergebnis. Das Problem sei nämlich, dass keiner der verfügbaren Antikörper-Tests wirklich hundertprozentige Klarheit bringe.

Vorbereitungen für Antikörperstudie laufen auf Hochtouren
Audio [SR 3, Steffani Balle , 30.05.2020, Länge: 01:04 Min.]
Vorbereitungen für Antikörperstudie laufen auf Hochtouren

Außerdem soll die Befragung der 2300 Saarländer, die für den Test ausgesucht werden, auch online möglich sein. Dafür benötigen die Studienmacher an der Uniklinik Homburg einen datensicheren Server, auf den nur sie Zugriff haben. Der sei mittlerweile gefunden.

Brief an Ethikrat

Weil es bei der Studie um sehr persönliche und schützenswerte Daten geht, muss zudem der Ethikrat befragt werden, um zu klären, ob Aufwand, Eingriff in die Privatsphäre und Nutzen in einem stimmigen Verhältnis stehen. Der Brief an den Ethikrat soll nächste Woche raus gehen, sagte Rissland.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 30.05.2020 berichtet.

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