Geldbörse mit Banknoten (Foto: picture alliance/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa)

Überbrückungshilfe für Studierende aufgestockt

  29.04.2020 | 12:30 Uhr

Studierende, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind, können von ihren Hochschulen Überbrückungshilfen bekommen. Bis zu 300 Euro zahlen die Hochschulen pro Person aus. Die Landesregierung hat den Hochschulen dafür nun zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt.

In der aktuellen Corona-Krise fallen viele typische Jobs für Studierende weg, etwa durch die Schließung von Restaurants, Cafés und Bars. Gleichzeitig haben Studierende aber meist keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Deshalb wurden Überbrückungshilfen für diejenigen eingerichtet, die pandemiebedingt in finanzielle Notlage geraten sind und keinen Anspruch auf BAföG haben.

Maximal 300 Euro

An der Universität des Saarlandes und der HTW können Studierende bereits seit Anfang April Anträge für finanzielle Hilfen stellen - die Uni plant eine zweite Bewerbungsrunde Mitte Mai. Nach Angaben der HTW wurde der Notfallfonds bisher "stark nachgefragt".

An der HTW wurde der Fonds bereits in Eigenregie aufgestockt - auch mit Mitteln aus der saarländischen Wirtschaft. Durch das zusätzliche Geld des Landes könnten nun aber noch mehr Studierende unterstützt werden, teilte die HTW mit.

Land gibt 90.000 Euro

Die Landesregierung stellt nun nach eigenen Angaben den Hochschulen ingesamt 90.000 Euro zur Verfügung. Das Geld wird proportional zu der Zahl der Studierenden auf die Universität des Saarlandes, die HTW, die HBK und die HfM aufgeteilt. Für die Verteilung des Geldes sind weiterhin die Hochschulen zuständig. Nach erfolgter Bedürftigkeitsprüfung können sie pro Person maximal 300 Euro auszahlen.

Das Geld des Landes reicht nach Angaben der Landesregierung für 211 Studierende der Uni, 77 an der HTW, und jeweils sechs an der HfM und HBK. Insgesamt könnten damit 300 der derzeit rund 23.250 Studierenden bedacht werden, so die Landesregierung.

Weitere Stipendien geplant

Mittelfristig ist außerdem geplant, mit weiteren 30.000 Euro die bereits bestehende Vergabe von Jahresstipendien an ausländische Studierende zu verdoppeln.

Zudem weist die Landesregierung darauf hin, dass Zuverdienste aus Arbeit in systemrelevanten Tätigkeiten nicht auf das BAföG angerechnet werden. Das bedeutet, dass Studierende etwa im medizischen Bereich oder in Supermärkten sich etwas Geld hinzuverdienen können.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 28.04.2020 berichtet.

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