Sechs Bühnen-Scheinwerfer leuchten in verschiedenen Farben (Foto: Pixabay)

Öffnungsperspektive für Clubs gefordert

  30.06.2021 | 19:09 Uhr

Saarländische Clubbetreiber fordern eine Öffnungsperspektive. Der Besitzer des Saarbrücker "Mauerpfeiffers" Tim Grothe sagte, es sei unverständlich, dass in Rheinland-Pfalz Clubs am Freitag öffnen dürften, im Saarland aber nicht.

"Die Clubs brauchen Perspektiven"
Audio [SR 3, Interview Gerd Heger / Tim Grothe, 30.06.2021, Länge: 03:43 Min.]
"Die Clubs brauchen Perspektiven"

Dass trotz niedriger Infektionszahlen die saarländische Rechtsverordnung den Betrieb von Clubs und Diskotheken untersagt, mache ihn sehr wütend, sagt der Betreiber des Saarbrücker Clubs "Mauerpfeiffer", Tim Grothe. Es sei an der Zeit, über eine Öffnung unter entsprechenden Hygienebestimmungen nachzudenken. Es ginge nicht darum kopflos aufzumachen, sondern eine sinnvolle Lösung für die Clubbetreiber zu finden.

SPD unterstützt Forderungen der Branche

Unterstützung kommt unter anderem von den Jusos und der saarländischen SPD-Landtagsfraktion. Der Abgeordnete Jürgen Renner betonte, das Betriebsverbot habe angesichts der niedrigen Corona-Inzidenzen vor den Gerichten keinen Bestand. Die Clubs müssten unter Vorgaben öffnen dürfen, wie einer Gäste-Obergrenze und einem Einlass nur für Getestete, Geimpfte oder Genesene.

Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Josefine Ortleb fordert eine Öffnung der saarländischen Clubs. Dies sei ein wichtiges Signal an junge Menschen und die kulturellen Räume.

Auch Linke und FDP fordern Öffnung

Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine sagte, die Forderungen nach einer Öffnung seien berechtigt. Die Branche sei in den vergangenen Monaten einseitig belastet worden. Clubs und Diskotheken seien die ersten gewesen, die schließen mussten und gehörten nun zu den letzten, die noch dicht seien.

Es gehe um die Jugendkultur. Junge Menschen müssten wieder Raum haben, sich mit Freunden zu treffen, zu feiern und Spaß zu haben. Eine Öffnung und Normalisierung sei angesichts der vielen Beschränkungen, die die Jungen seit Monaten erleben mussten, notwendig.

Ähnlich äußerte sich die FDP Saar. Landesvizechefin Angelika Hießerich-Peter sagte, die betroffenen Betriebe seien seit über 15 Monaten von jedem Geschäftsbetrieb ausgeschlossen. Durch eine Testpflicht und entsprechende Hygienemaßnahmen müsse zumindest ein eingeschränkter Betrieb schnellstmöglich ermöglicht werden. 

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 30.06.2021 berichtet.

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