Geplantes Gebetshaus der Muslime in Sulzbach (Foto: SR)

Verfassungsschutz: Keine Gefahr durch muslimische Gemeinde

Sabine Wachs / Onlinefassung: Thomas Braun   19.09.2017 | 21:01 Uhr

Der Verfassungsschutz hält die muslimische Gemeinde Saar in Sulzbach für nicht gefährlich. Wie der Leiter des Verfassungsschutzes, Albert, in der öffentlichen Stadtratssitzung in Sulzbach erklärte, sei die Gemeinde kooperativ und distanziere sich vom islamistischen Terrorismus.

Der Imam der Gemeinde, erklärte Verfassungsschutzdirektor Helmut Albert, predige klar gegen jede Form von Gewalt. Die Gemeinde in Sulzbach mit ihrem derzeitigen, sehr bekannten Imam wirkt somit laut Albert stabilisierend auf andere salafistische Gemeinden im Saarland und auch im Südwesten Deutschlands. In diesem Zusammenhang machte der Vorsitzende der muslimischen Gemeinde Saar, Burhan Yagci, klar, man wolle mit den Sulzbachern im Dialog bleiben. Nur so könne es gelingen, die Ängste in der Bevölkerung abzubauen.

Zur öffentlichen Ratssitzung in Sulzbach waren am Dienstag knapp 200 Bürger gekommen. Sie konnten am offenen Mikrofon Fragen an den Gemeindevorsitzenden und an den Leiter des Verfassungsschutzes stellen. Die öffentliche Ratssitzung verlief größtenteils ruhig und sachlich. Nur einen kleinen Zwischenfall gab es. Während des Vortrags des Gemeindevorsitzenden Yagci verließen einige Bürger pöbelnd den Saal.

Sulzbach plant City-Wache in Moschee-Nähe

Am Dienstag kündigte CDU-Bürgermeister Michael Adam auch an, in Sulzbach eine City-Wache nach dem Vorbild Neunkirchens aufzubauen. Sie soll in unmittelbarer Nähe zur Moschee entstehen. Geplant ist laut Adam, dass die dortigen Ordnungskräfte verstärkt auf Streife gehen. So soll das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger in Sulzbach erhöht werden. "Es ist so, dass mich auch muslimische Bürger angesprochen haben, die sich aufgrund der sehr emotionalen und aufgehitzten Diskussion hier vor Ort ebenfalls nicht mehr sicher fühlen - gleichermaßen wie übrige Bürger und Bürgerinnen", so Adam.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 19.09.2017 berichtet.

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