Gebäude der Cispa (Foto: imago/Becker&Bredel)

CISPA soll Patientendaten sicherer machen

  27.11.2018 | 12:55 Uhr

Um Krankheiten besser behandeln zu können, erheben Forscher immer mehr medizinische Daten. Das kann schnell auf Kosten des Schutzes individueller Patienteninformationen gehen. In einem neuen Kooperationsprojekt will das Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken (CISPA) nun sichere Verfahren für den Umgang mit den sensiblen Daten entwickeln.

CISPA-Forscher sollen künftig mit Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn zusammenarbeiten. Das Zentrum erhebe in umfassenden Bevölkerungsstudien Daten von bis zu 30.000 Teilnehmern mit Informationen etwa zu Erbfaktoren, Lebenswandel und Umwelteinflüssen. Das sagte dessen Vorstandsvorsitzender, Professor Pierluigi Nicotera.

Video [aktueller bericht, 27.11.2018, Länge: 3:01 Min.]
Helmholtz-Zentrum soll sensible Daten sicherer machen

Interview: "Es geht um das sichere Zusammenführen größerer Datenmengen"
Audio [SR 3, Interview: Siegfried Lambert, 27.11.2018, Länge: 03:11 Min.]
Interview: "Es geht um das sichere Zusammenführen größerer Datenmengen"

Ziel ist es herauszufinden, wie diese genutzt werden können, ohne die Privatsphäre der Teilnehmer zu verletzen und etwa Unbefugten Rückschlüsse auf individuelle Krankheitsbilder zu ermöglichen, erläuterte CISPA-Direktor Michael Backes.

Die Zusammenarbeit beginnt mit einem Forschungsprojekt zu Demenzerkrankungen. Die Wissenschaftler wollen außerdem untersuchen, wie vertrauenswürdig medizinische Software und Systemkomponenten heute sind und wie man mögliche Sicherheitslücken schließen kann.

Sensible Datenschätze auswerten - aber sicher!
Audio [SR 2, Steffen Kolodziej, 27.11.2018, Länge: 04:59 Min.]
Sensible Datenschätze auswerten - aber sicher!

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 27.11.2018 berichtet.

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