Die Feuerwehr im Einsatz bei einem DHL-Zentrum in St. Ingbert (Foto: Pressefoto/Feuerwehr St. Ingbert)

DHL-Mitarbeiter durch ätzende Dämpfe verletzt

  23.11.2021 | 17:38 Uhr

Bei einem Chemieunfall auf dem DHL-Gelände in St. Ingbert sind am Dienstagmorgen fünf Menschen leicht verletzt worden. Ein Container mit einer Peroxid-Verbindung war ausgelaufen.

Der Unfall ereignete sich am Dienstagmorgen gegen 6.30 Uhr auf dem Gelände des Postdienstleisters DHL im Gewerbegebiet „Im Schiffelland“ in St. Ingbert, nahe der Autobahn 6. Dort war ein 20-Liter-Container mit einer Wasserstoffperoxid ausgelaufen. Diese Verbindung kann unter anderem als starkes Bleichmittel oder auch als Desinfektionsmittel genutzt werden.

Gelände zeitweise abgesperrt

Der Container war mit drei weiteren auf einer Palette transportiert worden. Das Wasserstoffperoxid lief zwar in eine Sicherheitswanne, die stark ätzenden Dämpfe verteilten sich jedoch im Umfeld.

Fünf DHL-Mitarbeiter wurden mit Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen ins Krankenhaus gebracht. Weil die Feuerwehr zunächst von einer möglichen Explosionsgefahr ausging, wurde der Bereich um die Halle zeitweise abgeriegelt.

Rund 100 Kräfte beteiligt

Im Laufe des Morgens wurde die Sperrung jedoch aufgehoben. Brandermittler der Polizei und Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) waren vor Ort, um ein mögliches Fremdverschulden zu untersuchen.

An dem Einsatz waren laut Feuerwehr nach einer ersten Schätzung rund 100 Kräfte beteiligt. Es sei nicht ungewöhnlich, dass Stoffe wie Peroxid-Verbindungen als Stückgut verschickt würden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 23.11.2021 berichtet.

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