Buttersäure-Angriff auf einen Edeka-Supermarkt in Saarbrücken-Brebach am 25.06.2022 (Foto: Imago/BeckerBredel)

Tatverdächtiger nach Buttersäure-Angriff identifiziert

  27.06.2022 | 14:17 Uhr

Bei der übelriechenden Substanz, durch die am Samstag mehrere Besucher eines Supermarktes in Saarbrücken verletzt wurden, handelt es sich nach Polizeiangaben wohl um Buttersäure. Inzwischen gibt es auch einen Tatverdächtigen, nach dem derzeit gefahndet wird.

Ein 32 Jahre alter Deutscher, der in Frankreich wohnt, soll hinter dem Angriff stecken, bei dem am Samstagnachmittag in einem Supermarkt in Saarbrücken-Brebach 15 Menschen mutmaßlich durch Buttersäure verletzt wurden. Das teilte die Polizei auf SR-Anfrage mit. Er wurde auf Überwachungsvideos des Marktes identifizert, außerdem sei er von zwei Zeugen beobachtet worden.

Der Mann soll den Edeka-Markt an der Saarbrücker Straße in Brebach zusammen mit zwei Begleitern betreten und dort ein Behältnis mit einer „übelriechenden Substanz“ platziert haben.

15 Verletzte durch Buttersäure

Die Feuerwehr hatte bereits am Samstag vermutet, dass es sich um Buttersäure handelt. Inzwischen geht auch die Polizei fest davon aus. Ein noch ausstehender Laborbefund soll die Einschätzung absichern.

Buttersäure, auch Butansäure genannt, ist eine farblose Flüssigkeit. Ihre Dämpfe reizen die Augen und die Atemwege. Sie riecht nach Erbrochenem und ranziger Butter.

Insgesamt 15 Menschen mussten nach dem Angriff am Samstag wegen Atemwegsproblemen, Übelkeit und Erbrechen behandelt werden, vier kamen in Krankenhäuser. Ernsthafte Folgeschäden gab es nach Polizeiangaben jedoch nicht.

Tatverdächtiger bislang nicht gefasst

Der 32-jährige Tatverdächtige ist bislang nicht gefasst, eine Fahndung nach ihm und seinen beiden Begleitern läuft. Sein Aufenthaltsort ist bis dato unbekannt. Nähere Angaben will die Polizei noch nachliefern.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja