Blick auf die Handschellen eines Justizbeamten. (Foto: Friso Gentsch/dpa)

Bundespolizei geht gegen mutmaßliche Schleuser vor

  12.01.2021 | 13:34 Uhr

Im Rahmen einer bundesweiten Razzia ist die Bundespolizei am Dienstag auch im Saarland gegen eine mutmaßliche Schleuserbande vorgegangen. Der Anführer der Organisation sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Im Zuge der Razzia hat es nach Angaben der Bundespolizeidirektion München unter anderem einen Einsatz im saarländischen Spiesen-Elversberg gegeben. Aber auch in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt seien Wohnungen durchsucht worden. Die Durchsuchungen in Auftrag gegeben hatten die Staatsanwaltschaften Dresden, Traunstein und Landshut.

17 Menschen eingeschleust

Die Ermittler wurden den Angaben zufolge im September 2020 auf einem Rastplatz an der Bundesautobahn 17 von Prag nach Dresden erstmals auf die Schleuser aufmerksam. Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, erwischten die Beamten dort zwei Schleuser mit 17 unerlaubt eingereisten Menschen aus Syrien und Ägypten.

Ermittler der Bundespolizei machten daraufhin fünf weitere Beschuldigte ausfindig, die bei Passau und Freilassing 57 Personen eingeschleust haben sollen. Den Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 37 Jahren wird das Einschleusen von Ausländern vorgeworfen, zum Teil banden- und gewerbsmäßig.

Haftbefehl vollstreckt

Gegen den 34 Jahre alten Anführer der mutmaßlichen Schleuserbande hatte das Amtsgericht Landshut einen Haftbefehl erlassen, den die Bundespolizei nun vollstreckte. Ihm wird die Organisation von mindestens sechs Schleusungen mit 43 Menschen hauptsächlich aus Syrien zur Last gelegt, die streckenweise mit dem Lastwagen nach Deutschland gebracht worden sein sollen.

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