Grenzkontrolle bei Schengen (Foto: picture alliance/Christoph Reichwein/dpa)

Falsche Grenzkontrolle sorgt für Verwirrung

Sandra Schick mit Informationen von Thomas Gerber   22.05.2020 | 10:50 Uhr

Im Dreiländereck bei Perl gab es am Freitagmorgen reichlich Verwirrung: Eigentlich ist die Grenze zu Luxemburg schon länger wieder offen, trotzdem wurden Einreisende kontrolliert und abgewiesen. Der Grund: Die Polizisten hatten die luxemburgische mit der französischen Grenze verwechselt.

Bundespolizei kontrollierte die Falschen
Audio [SR 1, (c) Joachim Meyer, Boris Theobald, 22.05.2020, Länge: 01:29 Min.]
Bundespolizei kontrollierte die Falschen

Im Dreiländereck bei Perl treffen gleich drei Ländergrenzen aufeinander: Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Für Bundespolizisten aus Frankfurt, die hier am Freitagmorgen zu einer Grenzkontrolle eingesetzt waren, war das offenbar zu viel Europa auf engem Raum: Sie standen an der falschen Stelle im Kreisel von Perl und kontrollierten Autofahrer, die aus dem luxemburgischen Schengen über die dortige Brücke nach Deutschland fahren wollten.

Eigentlich hätten sie sich nur wenige Meter entfernt an einer anderen Stelle im Dreiländereck-Kreisel positionieren sollen: Nämlich an der Mündung, über die die Autofahrer aus dem französischen Sierck-les-Bains nach Deutschland kommen.

Weil sich viele Autofahrer beschwerten, fiel der Fehler aber schnell auf und die Polizisten wechselten den Standort.

Neue Corona-Grenzregelungen seit dem 16. Mai

Bereits seit dem 16. Mai gibt es an der Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg keine Kontrollen mehr. Reisende brauchen also keinen triftigen Grund mehr, wenn sie aus dem Großherzogtum nach Deutschland einreisen. Anders sieht es an der deutsch-französischen Grenze aus: Die dürfen weiterhin nur Berufspendler, Durchreisende in einen dritten Schengen-Staat und Rückkehrer ins eigene Heimatland passieren. Das wird auch weiterhin von der Bundespolizei kontrolliert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 22.05.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja