Eine Fläche wird asphaltiert (Foto: picture alliance / Zoonar | DesignIt)

Unterschriftenaktion gegen Flächenversiegelung gestartet

Markus Person   11.09.2021 | 11:00 Uhr

Im Saarland hat ein Bündnis von Bürgergruppen, unterstützt von die Partei ödp, eine Volksinitiative gegen die Flächen-Versiegelung gestartet. In den kommenden sechs Monaten müssen mindestens 5000 Unterschriften zusammen kommen, damit sich der Landtag mit ihren Forderungen befasst.

Endlich ein Leerstandskataster für Städte und Gemeinden und eine vorrangige Nutzung von brachliegenden Gewerbe- und Verkehrsflächen bei Neubauvorhaben: Das sind zwei zentrale Forderungen der Initiative an die saarländische Politik. Allein mit ersterer könnte die Neuversiegelung von Flächen stark reduziert werden, sagt Peter Rhiem vom Bündnis. Ohne Leerstandskataster sei bisher aber völlig unklar, wieviel vorhandener Wohnraum oder Baulücken schon jetzt ungenutzt blieben.

Ökologische Auswirkungen

Gleiches gelte für große Industrie- und Gewerbeflächen wie beispielsweise der ehemalige Kraftwerksstandort Ensdorf. Gerade in Zeiten des Klimawandels habe die voranschreitende Versiegelung erhebliche ökologische Auswirkungen - wie den Verlust landwirtschaftlicher Nutzflächen oder steigende Überschwemmungsgefahren.

Um den eigenen Forderungen gegenüber der Politik mehr Gewicht zu verleihen, habe man sich nun zur „Volksinitiative gegen den Flächenfraß im Saarland“ zusammengeschlossen. Die setzt sich außerdem für eine Obergrenze für den Flächenverbrauch generell ein und dafür, dass mittelfristig im Saarland nicht mehr Fläche neu versiegelt wie gleichzeitig entsiegelt bzw. renaturiert wird.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.09.2021 berichtet.

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