Ermittlungen nach Brand in Wiebelskirchen gehen weiter (Foto: SR)

Mutmaßlicher Brandstifter offenbar vermindert schuldfähig

  12.03.2019 | 19:44 Uhr

Der mutmaßliche Brandstifter von Wiebelskirchen ist laut einem Gutachter vermindert schuldfähig. Grund sei seine Minderbegabung in Kombination mit Alkohol, sagte der psychiatrische Sachverständige vor dem Landgericht.

Der Angeklagte sei bei der Tat zwar nur leicht angetrunken gewesen, aber bei geringer Intelligenz könne das ausreichen, um enthemmter zu handeln, so der Gutachter.

Der 30-jährige mutmaßliche Brandstifter soll am 17. April in einem  Mehrfamilienhauses in Wiebelskirchen Feuer gelegt haben. Als Motiv nannte er Rache an dort wohnenden Ausländern, weil sie zuvor seine Freundin beleidigt hätten. Bei dem Brand kam ein Bewohner des Hauses ums Leben. 

Urteil Ende März

Die Anklage wirft dem 30-Jährigen Brandstiftung mit Todesfolge vor - das würde mindestens zehn Jahre Haft bedeuten. Bei verminderter Schuldfähigkeit kann er mit einer geringeren Strafe rechnen. Das Urteil wird Ende März erwartet.

Über dieses Thema hat auch der "aktuelle bericht" am 12.03.2019 berichtet.

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