Logo: Die Tafeln, Essen wo es hingehört.  (Foto: Patrick Seeger / dpa)

Offenbar Brandstiftung bei Lebacher Tafel

mit Informationen von Christian Ignatzi   15.01.2019 | 18:35 Uhr

Nach dem Brand bei der Lebacher Tafel am Wochenende bleibt die Tafel vorerst geschlossen. Die Polizei geht nach dem aktuellen Ermittlungsstand von Brandstiftung aus. Bei dem Feuer wurden auch eine Frau, ihr Sohn und ein Helfer leicht verletzt.

Offenbar hat es zwei Brandherde gegeben, wie ein Polizeisprecher auf SR-Anfrage sagte. Einer war im Eingangsbereich des Hauses, ein zweiter am Briefkasten, in dem die Ermittler angekokelte Werbeprospekte fanden.

Brandstiftung bei Lebacher Tafel
Audio [SR 3, (c) SR, 15.01.2019, Länge: 02:51 Min.]
Brandstiftung bei Lebacher Tafel

Bei dem Brand in der Nacht auf Samstag war ein Kühlfahrzeug der Lebacher Tafel den Flammen zum Opfer gefallen. Es war in einem Carport neben dem Haus abgestellt. Das Feuer griff auf das Dachgeschoss des Hauses in der Mottener Straße über. Die Feuerwehr verhinderte aber Schlimmeres.

200.000 Euro Schaden

Der entstandene Schaden beläuft sich den ersten Erkenntnissen zufolge auf rund 200.000 Euro. Eine 37-jährige Bewohnerin des Hauses und ihr 14-jähriger Sohn waren von Augenzeugen geweckt worden und konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie wurden durch Rauchgase leicht verletzt. Ein 58-jähriger Zeuge, der noch versucht hatte, das Feuer zu löschen, erlitt leichte Verbrennungen. Er konnte vor Ort behandelt werden.

Wann die Lebacher Tafel ihre Räume wieder nutzen kann, ist derzeit noch unklar. Die Tafel versorgt rund 450 hilfsbedürftigen Menschen mit Lebensmitteln.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region" auf SR 3 Saarlandwelle vom 15.01.2019 berichtet.