Handschellen hinter dem Rücken (Symbolfoto) (Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka)

Mutmaßlicher Brandstifter in U-Haft

  25.07.2018 | 16:30 Uhr

Nach dem Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in der Neunkircher Kuchenbergstraße im April dieses Jahres, bei dem ein 38 Jahre alter Mann ums Leben kam, haben die Ermittler den mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Es handelt sich um einen 29-jährigen Mann aus Neunkirchen. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen.

Vor dem Haftrichter hat der 29-Jährige die Tat eingeräumt. Er habe einen Kinderwagen im Treppenhaus des Gebäudes in Brand gesetzt. Sein Motiv ist aber nach wie vor unklar. Der 29-Jährige ist bei der Polizei kein Unbekannter. Es gibt nach Polizeiangaben Vorstrafen wegen Körperverletzung und Diebstahl sowie einen Eintrag wegen einer Brandstiftung.

Video [aktueller bericht, 25.07.2018, Länge: 3:25 Min.]
Mutmaßlicher Brandstifter in Neunkirchen verhaftet

Gescheitert bei der Feuerwehr

Gerüchte, wonach der Mann Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr gewesen sei, wies er zurück. Er habe zwei Mal versucht, Mitglied zu werden. Beide Male aber sei sein Antrag abgelehnt worden, weil er persönlich nicht geeignet gewesen sei.

Zeugen hatten den 29-Jährigen gemeinsam mit einem 18-Jährigen in der Brandnacht nahe des Tatorts in der Kuchenbergstraße beobachtet. Nach umfangreichen Ermittlungen konnte er schließlich identifiziert und am Dienstag festgenommen werden. Der Tatverdacht gegen seinen Begleiter hat sich demgegenüber zunächst nicht erhärtet.

Ein Toter, mehrere Verletzte

Bei dem Brand des mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshauses in der Kuchenbergstraße am 17. April war ein 38-jähriger Bewohner ums Leben gekommen. 14 weitere Personen mussten unter erheblicher Lebensgefahr aus dem Gebäude gerettet werden. Mehrere von ihnen erlitten Rauchgasvergiftungen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 25.07.2018 berichtet.

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