Brand Wiebelskirchen (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Rache als Motiv für Brand?

Barbara Spitzer / Onlinefassung: Axel Wagner   21.02.2019 | 20:10 Uhr

Im Prozess um das tödliche Feuer in einem Wohnhaus in Wiebelskirchen hat ein Zeuge „Rache an Ausländern“ als mutmaßliches Motiv des Angeklagten bestätigt. Toni S. habe in der Tatnacht angegeben, Ausländer aus dem Haus hätten seine Mutter beleidigt, er habe deshalb Feuer gelegt.

Der 30-Jährige habe nach der Tat eine Zigarette geraucht und geholfen, den Verkehr am Brandort zu regeln. Toni S. soll am 17. April 2018 im Treppenhaus einen Kinderwagen angezündet haben. Bei dem  Großbrand kam ein 38-Jähriger ums Leben. Dessen Mutter sagte vor Gericht unter Tränen, sie habe ihren Sohn wegen nichts verloren. Sie selbst  habe nur überlebt, weil sie aufs Dach geflüchtet sei.

Video [aktueller bericht, 21.02.2019, Länge: 6:17 Min.]
Nachrichten

14 der 15 Bewohner, darunter eine syrische Familie mit fünf Kindern, wurden in letzter Sekunde gerettet. Der Angeklagte Toni S. will sich am Freitag über seinen Verteidiger zur Tat äußern.  Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Brandstiftung mit Todesfolge vor, ihm droht eine langjährige Haftstrafe.

Über dieses Thema hat auch der „aktuelle bericht“ des SR Fernsehen vom 21.02.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen