Die Feuerwehr rettet Bewohner mit Drehleitern aus ihren Wohnungen. (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Hausbesitzer zu Bewährungsstrafe verurteilt

  25.11.2020 | 16:41 Uhr

Drei Jahre nach einem Hausbrand mit vier Toten und mehreren Verletzten in Saarbrücken hat das Landgericht gegen den Hauseigentümer ein Urteil gesprochen. Die Richter verhängten eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten.

Der 38-Jährige muss außerdem eine Geldauflage von 100.000 Euro zahlen, den Großteil an gemeinnützige Einrichtungen. 25.000 Euro erhält laut Urteil ein ehemaliger Hausbewohner. Er war wegen des Feuers aus dem Fenster gesprungen und schwer verletzt worden.

Bekannte Brandschutzmängel nicht behoben

Hausbesitzer zu Bewährungsstrafe verurteilt
Audio [SR 1, (c) Peter Sauer, Markus Person, 25.11.2020, Länge: 03:09 Min.]
Hausbesitzer zu Bewährungsstrafe verurteilt

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Brand wesentlich glimpflicher ausgegangen wäre, wären die Brandschutzmaßnahmen im Gebäude eingehalten worden. In dem Wohnhaus hatten aber weder die Brandschutztüren funktioniert, außerdem fehlte ein Rauchabzug im Treppenhaus. Von diesen Mängeln habe der Angeklagte gewusst, sie aber nicht beheben lassen. Die eigentliche Brandstifterin war bereits 2018 zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Bei dem Brand waren Anfang Dezember 2017 vier Hausbewohner, die zwischen 32 und 70 Jahre alt waren, ums Leben gekommen. Darüber hinaus erlitten weitere Bewohner und Feuerwehrleute teils schwere Verletzungen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.11.2020 berichtet.

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