Rettungskräfte bei den Löscharbeiten nach dem Brand in Neunkirchen. (Foto: SR.de)

Leiche aus abgebranntem Wohnhaus geborgen

  14.05.2019 | 08:13 Uhr

Aus der Ruine des abgebrannten Wohnhauses in Neunkirchen ist in der Nacht eine Leiche aus dem Dachgeschoss geborgen worden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine Frau. Der leblose Körper war schon vorgestern von außen gesichtet worden.

Aktuelles zum Brand in Neunkirchen
Audio [SR 3, Ute Mühlbauer, 14.05.2019, Länge: 00:41 Min.]
Aktuelles zum Brand in Neunkirchen

Ob die Frau zu der vermissten dreiköpfigen Familie gehört, steht noch nicht fest. Am Morgen soll die Suche weitergehen. Die Bergungsarbeiten sind schwierig, weil das Haus einsturzgefährdet ist.

Ein erster Bergungsversuch war am Montagnachmittag abgebrochen worden. Durch das komplett zerstörte Treppenhaus und aufgrund der durch das Löschwasser eingebrochenen Decken herrscht erhöhte Einsturzgefahr.

Dachstuhl soll komplett entfernt werden

Insgesamt drei Gerüsttürme mit Stegen hatte die Feuerwehr seit dem Montagmorgen rund um das Mehrfamilienhaus an der Fassade angebracht. Trotzdem gestaltete sich der Zugang zur Dachgeschosswohnung schwierig. Infolgedessen hatten die Einsatzkräfte das Dachgebälk teilweise abgetragen. Außerdem wurden mit einem Kettenbagger Fassadenteile herausgebrochen. Nach Angaben der Neunkircher Feuerwehr mussten auch immer wieder aufflammende Brandnester gelöscht werden.

Ob es sich bei dem Bandopfer um ein Mitglied der noch vermissten dreiköpfigen Familie handelt, ist weiter unklar. Sicher ist indes, dass das Brandhaus nicht mehr zu retten ist und nach den Lösch- und Bergungsarbeiten abgerissen werden muss. Allerdings muss die Ruine zuvor sorgfältig untersucht werden.

Video [aktueller bericht, 13.05.2019, Länge: 3:16 Min.]
Brand in Neunkircher Wohnhaus

Neunkirchen sagt Hilfe zu

Bergungsarbeiten nach Feuer in Neunkirchen
Audio [SR 3, (c) SR, 13.05.2019, Länge: 01:00 Min.]
Bergungsarbeiten nach Feuer in Neunkirchen

Der Einsatz von Feuerwehr und THW wird noch Tage dauern. Die 13 Menschen, die aus dem Brandhaus gerettet werden konnten, sind inzwischen bei Freunden oder Bekannten untergebracht. Die Stadt Neunkirchen hat aber bereits zeitnahe Hilfe zugesagt. Das Amt für Soziale Dienste sei dabei, Ersatzunterkünfte zu organsieren. "Möbelspenden werden eingeräumt, das sieht gut aus, die Leute werden weiter in Neunkirchen eine angemessene Unterkunft erhalten. Keiner wird woanders hinziehen müssen oder gar nicht unterkommen, das ist alles geregelt", sagte Bürgermeister Jörg Aumann (SPD).

Das Feuer war am frühen Sonntagmorgen im Keller ausgebrochen. Über die Holztreppe breiteten sich die Flammen schnell im ganzen Haus aus.

Über dieses Thema berichteten auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.5.2019.