Blick in den Gerichtssaal beim Prozess um Brand bei der Lebacher Tafel. (Foto: Patrick Wiermer / SR)

Prozess um Brand der Lebacher Tafel wieder aufgenommen

Patrick Wiermer und Barbara Spitzer / Onlinefassung: Daniel Dresen   15.01.2020 | 18:17 Uhr

Vor dem Landgericht Saarbrücken hat am Mittwoch der Prozess im Fall des Brandes der Lebacher Tafel begonnen. Dem Angeklagten wird versuchter Mord vorgeworfen, in zwei anderen Fällen gefährliche Körperverletzung und Autodiebstahl.

Der angeklagte 28-jährige Metallbauer aus Schmelz soll in der Nacht des 12. Januar 2019 einen Transporter angezündet haben, wobei die Flammen auf das angrenzende Gebäude übergriffen. Für die Bewohner bestand offenbar akute Lebensgefahr. Erst durch das Klingeln der Helfer wurden sie geweckt. Eine Mutter und ihr Sohn wurden bei dem Brand leicht verletzt.

Video [aktueller bericht, 15.01.2020, Länge: 2:17 Min.]
Prozess um Brandstiftung bei der Lebacher Tafel

Ein Urteil Ende Februar

Der Metallbauer war in der Tatnacht zu Besuch bei seiner damaligen Freundin, die gegenüber der Tafel gewohnt hat. Möglicherweise steckt hinter der Tat ein Beziehungsstreit. Die Tat in Lebach hat der Angeklagte bei der Polizei zunächst eingeräumt, dann aber sein Geständnis widerrufen. Die Anklage wirft ihm schwere Brandstiftung und versuchten Mord vor. Das Schwurgericht hat fünf Verhandlungstage für den Fall angesetzt. Das Urteil wird Ende Februar erwartet.

Dem Angeklagten wird außerdem vorgeworfen, 2018 in Dirmingen einen Mann in dessen Badezimmer unvermittelt mit einem Schlagring niedergeschlagen zu haben. Das Opfer erlitt dabei mehrere Wunden am Kopf und einen Nasenbeinbruch. Ein paar Monate später soll der Angeklagte zudem einen Hyundai aus einer Garage gestohlen haben.

Der Prozess um den Brand der Tafel war im Juli 2019 abgebrochen worden, nachdem die weiteren Vorwürfe gegen den Angeklagten bekannt geworden waren.

Über dieses Thema berichtete die SR 3-Rundschau am 15.01.2020.

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