Foto: SR / Isabel Sonnabend

Keine unmittelbare Gefahr nach Großbrand

  21.03.2019 | 14:54 Uhr

Nach dem Großbrand in Homburg sind Experten vor Ort, die mögliche Auswirkungen auf die Umwelt und die Bevölkerung untersuchen. Derzeit geht die Feuerwehr nicht von einer unmittelbaren Gefahr für die Bevölkerung aus. Es sind immer noch Feuerwehrleute im Einsatz, um kleinere Glutnester zu löschen.

Die abgebrannte Halle der Kunststofffabrik kann nach wie vor nicht betreten werden, Wände und Decken sind eingebrochen. Um den Abfluss des Löschschaums und des Wassers abzubremsen, wurde eine Barriere mit Sandsäcken errichtet. Es sei von Vorteil, dass das Areal rundum betoniert und asphaltiert sei, so der Pressesprecher der Stadt Homburg, Jürgen Kruthoff, dadurch könne das Löschwasser nicht so leicht versickern.

Polizei sucht nach Zeugen

Die Brandermittler bitten um Hinweise aus der Bevölkerung. Sie suchen Bild- oder Videoaufnahmen des Brandes, die die folgenden Voraussetzungen erfüllen müssen:
- unmittelbare Sicht auf die Gebäude (keine Aufnahmen aus der Entfernung)
- vor dem Eintreffen der Feuerwehr entstanden

Das Gebäude war beidseitig angebaut. Während die Feuerwehr an einer Seite ein Übergreifen verhindern konnte, wurde das Gebäude an der Westseite in Mitleidenschaft gezogen. Dort sind weitere, kleine Brände ausgebrochen. Diese Halle ist jedoch nicht so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden müsste. Wie das Feuer entstand, ist weiterhin unklar. Brandermittler waren vor Ort, haben ihre Ermittlungen aber noch nicht abgeschlossen.

Bisher keine toxischen Rückstände

Derzeit sind zudem auch Experten am Brandort, um die möglichen Auswirkungen zu untersuchen. Nach Angaben der Feuerwehr bestehe aber keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung, sagte Kruthoff. Die Asche, die in der Stadt niedergegangen ist, bestehe vermutlich aus Dachmaterial. Bürger könnten die Fasern zusammenkehren und in den Restmüll geben. Unklar ist allerdings, ob diese Materialien Asbest enhalten.

Der Erbach ist nach dem derzeiten Kenntnisstand nicht toxisch belastet. Durch die im Löschschaum der Feuerwehr enthaltenen Tenside hat sich allerdings mehr Schaum auf dem Bach gebildet. Ob Verbrennungsrückstände, Granulat oder andere Stoffe in den Kanal gespült wurden, wird noch untersucht. Auch die Kläranlage ist nach jetzigem Stand zwar belastet, aber nicht größer beeinträchtigt. Weitere Informationen werden am Freitag bekanntgegeben.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 21.03.2019 berichtet.

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