Brand in einer Kläranlage in Neunkirchen-Wiebelskirchen am späten Montagabend, 22.08.2022 (Foto: Brandon Lee Posse)

Acht Verletzte bei Silobrand in Wiebelskirchen

  23.08.2022 | 12:55 Uhr

In Wiebelskirchen ist am späten Montagabend in einer Kläranlage ein Feuer ausgebrochen. Laut Polizei hatte sich eine Chemikalie entzündet, die in einem Silotank gelagert wurde. Bei dem Einsatz wurden acht Feuerwehrleute verletzt.

Nach einem lauten Knall hatten Anwohner in Neunkirchen-Wiebelskirchen am späten Montagabend gegen 22.15 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Wie die Feuerwehr mitteilte, war auf dem Gelände der Kläranlage an der Keplerstraße ein fünf bis sechs Meter hoher Silotank in Brand geraten.

In dem Tank war ein Flockungsmittel der Kläranlage gelagert Eisen(III)-chlorid, das teilweise ausgelaufen war. Durch die Chemikalie bestand aber nach Feuerwehrangaben zu keiner Zeit Gefahr für die Anwohner oder die Umwelt. Das konnten die Einsatzkräfte zusammen mit dem Gefahrstoffzug des Landkreises Neunkirchen und dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) sicherstellen.

Feuerwehrleute leicht verletzt

Die Flammen griffen auch auf ein angrenzendes Betriebsgebäude über, dessen Flachdach teilweise ausbrannte. Die Einsatzkräfte konnten den Brand und alle Glutnester aber noch in der Nacht löschen und so eine weitere Ausbreitung verhindern.

Bei den Löscharbeiten kamen acht Feuerwehrleute unmittelbar mit dem Stoff in Kontakt und berichteten über leichte Atembeschwerden. Sie wurden infolgedessen medizinisch untersucht. Rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren Neunkirchen, Ottweiler und Illingen sowie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Polizei waren vor Ort. Bürgermeisterin Lisa Hensler und Landrat Sören Meng (beide SPD) machten sich ein Bild von der Lage. Gegen 2.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 23.08.2022 berichtet.

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