Feuerwehrauto (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Feuer in Überherrn gelöscht

  27.07.2019 | 15:08 Uhr

Am Freitag und in der Nacht zum Samstag hatten die Feuerwehren im Saarland mit mehreren Feld- und Heuballenbränden zu tun. Gegen 2.00 Uhr am Samstagmorgen wurde ein Brand in Überherrn gemeldet. Dort standen nach Angaben des Landwirts 1000 Heuballen in Flammen.

Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen am Brandort, der an der Landesstraße 167 zwischen Überherrn und dem Grenzübergang Creutzwald liegt. Wegen der starken Rauchentwicklung sollten Anwohner zwischenzeitlich Fenster und Türen geschlossen halten, Gefahr bestand für sie jedoch nicht. Das Heu musste erst mit Bagger und Traktoren auseinander gezogen werden.

Video [aktueller bericht, 27.07.2019, Länge: 2:58 Min.]
Überherrn: Ermittlungen wegen Brandstiftung

Ein Feuerwehrmann wurde entgegen ersten Informationen nur leicht verletzt. Er erlitt eine Rauchgasvergiftung. Im Falle dieses Brandes gehen die Ermittler der Polizei derzeit von Brandstiftung aus, die Ermittlungen laufen.

Feuer im Deutschmühlental

Schon am Freitag hatten mehrere Brände die Feuerwehren im Saarland beschäftigt. Im Saarbrücker Deutschmühlenthal stand eine Fläche so groß wie 64 Fußballfelder in Flammen. Auslöser war laut Polizei vermutlich der Funkenflug vorbeifahrender Züge. Die Bahnstrecke nach Forbach war bis etwa 23.00 Uhr gesperrt. Rund 120 Feuerwehrleute waren im Deutschmühlental im Einsatz. Wohngebiete waren von dem Brand nicht betroffen.

Strohballenbrand in Überherrn
Audio [SR 3, (c) SR, 27.07.2019, Länge: 01:03 Min.]
Strohballenbrand in Überherrn

Auch zwischen Theley und Gronig hatte es am Freitagmittag auf einem Getreidefeld gebrannt. Als die Feuerwehr eintraf, stand bereits eine Fläche von rund 90.000 Quadratmeter in Flammen. Ein Landwirt konnte Schlimmeres verhindern, indem er eine Schneise um den Brandherd zog. Dadurch konnte das Feuer gemeinsam mit der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Anschließend kamen weitere benachbarte Landwirte hinzu und benetzten die Fläche mit Wasser. Verletzt wurde bei dem rund einstündigen Einsatz niemand.

Auf einem Feld bei Bruchmühlbach-Miesau ist am Freitag ein Traktor mitsamt einer Heupresse in Flammen aufgegangen. Nach ersten Erkenntnissen kam es wegen der extremen Hitze zum Brand. Das Feuer griff auch auf einen größeren Teil des Feldes über. Nach Polizeiangaben schlugen plötzlich Flammen aus dem Traktor. Der Fahrer konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Mit einem zweiten Traktor brachte er noch Heu weg und verhinderte so einen noch größeren Brand. Der Schaden wird von der Polizei auf mehrere 10.000 Euro geschätzt.

Brand am Bamberger Hof

Am Freitagnachmittag wurde ein weiteres Feuer am Bamberger Hof in Breitenbach gemeldet. Dort war ein zwei Hektar großes Feld in Brand geraten. Die Feuerwehr hat den Brand nach eigenen Angaben gelöscht. Bei dem Versuch, eine Schneise zu schlagen, wurde ein Landwirt leicht am Bein verletzt, als er unter seinen Traktor geriet. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Ein weiterer Flächenbrand wurde am frühen Freitagabend am Messschneiderskreuz im St. Wendeler Stadtteil Bliesen gemeldet. Dort brannten gegen 18.30 Uhr rund 20.000 Quadratmeter eines Getreidefeldes, das gerade durch einen Landwirt abgeerntet worden war. Auslöser für das Feuer war ein Funkenflug im Mähwerk des Mähdreschers. Die Flammen breiteten sich rasant aus, übersprangen nach Feuerwehrangaben sogar einen drei Meter breiten Teerweg und bahnten sich über Stoppel- und Getreidefelder ihren Weg in Richtung Wald.

Da an dieser Stelle keine gesicherte Wasserversorgung bestand, wurden weitere Tanklöschfahrzeuge hinzugerufen. Zusammen mit weiteren Landwirten, ihren Traktoren mit entsprechenden Anbauten sowie mit Wasser gefüllten Güllefässern konnten die rund 100 Feuerwehrleute die Flammen jedoch vor dem Wald stoppen. Der Mähdrescher wurde aus dem Gefahrenbereich gefahren. Feuerwehrleute untersuchten ihn mithilfe einer Wärmebildkamera auf Brand- und Glutnester und kühlten ihn. Verletzt wurde niemand. Gegen 22.00 Uhr war der Einsatz beendet.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 27.07.2019 berichtet.

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