Bischof Stephan Ackermann  (Foto: picture alliance/dpa | Harald Tittel)

Ackermann spricht von "Menschen in Karfreitagssituationen"

  15.04.2022 | 16:33 Uhr

Anlässlich des Karfreitags hat der Trierer Bischof Ackermann eine Verbindung zwischen dem Leiden Jesu und dem aktuellen Leid etwa der Menschen in der Ukraine gezogen. Der Glaube könne hier auch Mut geben. Führende Kirchenvertreter hatten angesichts des Osterfestes zudem zum Frieden aufgerufen.

Der Blick auf Jesus am Kreuz öffne auch den Blick für das Leid der Menschen heute, sagte der Trierer Bischof Stephan Ackermann am Karfreitag im Trierer Dom. Es sei wichtig, dass an den Ostertagen auch „Menschen in Karfreitagssituationen unserer Zeit“ vorgestellt würden. Ackermann bezog sich dabei unter anderem auf die aktuelle Situation der Menschen in der Ukraine.

Der Blick auf Jesus könne dabei auch Mut machen. Er sei das Versprechen, dass das nicht das letzte Bild vom Menschen und das letzte Wort über ihn sei. Der österliche Glaube gebe dabei die Kraft, nicht auszuweichen, nicht wegzuschauen, sondern auszuhalten.

Kirchenvertreter rufen zu Gewaltverzicht auf

Führende Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland haben angesichts des Osterfestes zu Frieden und Gewaltverzicht aufgerufen.

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, forderte eine Waffenruhe in der Ukraine und sagte, er unterstütze den entsprechenden Vorschlag von Papst Franziskus. Bätzing rief außerdem zur Solidarität mit allen auf, die unverschuldet in Not geraten seien.

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister sagte in seiner Predigt, es sei nicht auszuhalten, was die Welt in diesen Tagen und Wochen an Finsterem und Bösen erfasse. Den russischen Präsidenten Putin bezeichnete er als "brutalen, blindwütigen Diktator".

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 15.04.2022 berichtet.

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