Junge Frauen in einem Bordellbetrieb (Foto: dpa)

Bordellbetreiber wehrt sich gegen Schließung

Barbara Spitzer / Onlinefassung: Rebecca Kaiser   07.10.2019 | 21:10 Uhr

Der Regionalverband hat Anfang des Jahres geplant, sieben Bordelle in der Innenstadt Saarbrückens zu schließen. Doch die Betreiber im Sperrbezirk gehen nun mit einem Normenkontrollverfahren gegen die Stadt Saarbrücken vor.

Video [aktueller bericht, 07.10.2019, Länge: 3:24 Min.]
Bordellbetreibern wehren sich gegen Schließungen

Bereits vor fünf Jahren hat die Stadt Saarbrücken eine Sperrgebietsverordnung erlassen, mit der der Straßenstrich an den Stadtrand gedrängt wurde. Im Januar wurde die Verordnung verschärft: Nun ist auch die Prostitution in Bordellen in der Innenstadt verboten – deshalb sollen sieben Bordelle geschlossen werden.

Verfahren läuft bis mindestens 2020

Streit um Sperrbezirk in Saarbrücken
Audio [SR 3, Barbara Spitzer, 08.10.2019, Länge: 02:49 Min.]
Streit um Sperrbezirk in Saarbrücken

Ein Betreiber hat sich jetzt aber zur Wehr gesetzt: Er hat vor dem Oberverwaltungsgericht eine Normenkontrollklage gegen Saarbrücken eingereicht. Das ist eine Art Verfassungsklage auf kommunaler Ebene. Um diese zu gewinnen, muss die Stadt nachweisen, dass der Sperrbezirk nötig ist zum Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstands. Sie muss das ausführlich mit Daten und Fakten begründen.

Das Verfahren wird sich mindestens bis 2020 hinziehen. So lange es läuft darf das horizontale Gewerbe in Bordellen in der Innenstadt weiter betrieben werden. Wie es danach weitergeht, ist offen.

Über dieses Thema wurde auch in der SR-Nachrichtensendung "aktueller bericht" vom 07.10.2019 berichtet.

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