Rathaus Saarlouis (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Entwarnung im Saarlouiser Rathaus

Thomas Gerber   25.06.2019 | 16:39 Uhr

Nach einer Bombendrohung im Saarlouiser Rathaus hat die Polizei zwischenzeitlich Entwarnung gegeben. Das Gebäude war am frühen Nachmittag evakuiert und mit einem Spürhund abgesucht worden. Ein Sprengsatz wurde nicht gefunden.

Die Drohung war per E-Mail in der Stadtverwaltung eingegangen. Irgendwo im Gebäude sei ein Rucksack mit einem Sprengsatz versteckt, der zur Detonation gebracht werde. Eine konkrete Drohung etwa gegen eine Person hatte die Mail laut Polizei nicht enthalten, trotzdem nahm man die Sache ernst.

Keine weiteren Droh-Mails

Sämtliche Beschäftigte und Besucher mussten das Gebäude nahe des Großen Markts verlassen. Ein Sprengstoffspürhund durchkämmte das Gebäude. Gegen 15.30 Uhr kam dann die Entwarnung. Trotzdem blieb das Rathaus geschlossen – der Täter soll in seiner E-Mail 16.00 Uhr als konkreten Detonationszeitpunkt genannt haben.

Inzwischen stuft die Polizei die Drohung als weniger ernstzunehmend ein. Dies hätten erste Analysen des Schreibens ergeben. Aus anderen Rathäusern lagen zudem keine vergleichbaren Meldungen vor – Ende März hatte eine Serie von Droh-E-Mails bundesweit mehrere Stadtverwaltungen lahmgelegt. Betroffen war damals auch das Rathaus in Neunkirchen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 25.06.2019 berichtet.

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