Das Gebiet um das Rathaus in Neunkirchen wurde nach einer Bombendrohung abgesperrt. (Foto: Becker&Bredel)

Neunkirchen: Entwarnung nach Bombendrohung

  26.03.2019 | 19:27 Uhr

Nach einer Bombendrohung im Neunkircher Rathaus hat die Polizei Entwarnung gegeben. Eine Bombe wurde nicht gefunden, die Sperrungen sind aufgehoben. Bundesweit waren in der Nacht zum Dienstag in mehreren Rathäusern Droh-Mails eingegangen.

Rund 40 Beamte durchsuchten am Morgen mit Sprengstoffhunden das Neunkircher Rathaus. Nach Angaben der Polizei war um 1.30 Uhr in der Nacht eine E-Mail im Rathaus eingegangen, in der eine Explosion angekündigt wurde. Ein Mitarbeiter habe daraufhin die Polizei benachrichtigt. Das gesamte Umfeld des Neunkircher Rathauses war vorübergehend abgesperrt. Betroffen war auch der angrenzende evangelische Kindergarten. Die Eltern hatten die Kinder draufhin abgeholt.

Video [aktueller bericht, 26.03.2019, Länge: 2:23 Min.]
Bombendrohung im Neunkircher Rathaus

Gegen 12.30 Uhr war der Polizeieinsatz schließlich beendet und die Sperrungen konnten aufgehoben werden. Eine Bombe wurde nicht gefunden.

E-Mail mit sprachlichen Mängeln

In der Droh-Mail ist von einem „Tag der Rache“ die Rede. Zudem wurden technische Details zu Sprengstoff und Zünder genannt. Das Schreiben weist nach Polizeiangaben sprachliche Mängel auf. Die Mail mit der Bombendrohung in Neunkirchen war mit den Schreiben in den anderen betroffenen Städten gleichlautend. Einen Hinweis auf einen Zusammenhang mit der „Pulverattacke“ auf das Rathaus gibt es nicht. Damals wurde ein Brief mit einem verdächtigen Pulver an das Rathaus geschickt. Es erwies sich als harmlos.

Auch andere Rathäuser bekamen Droh-Mails

Auch in Kaiserslautern, Augsburg, Göttingen, Rendsburg (Schleswig-Holstein) und Chemnitz wurden am Dienstag Rathäuser evakuiert. Ähnlich wie in Neunkirchen gab es auch in den anderen Rathäusern Entwarnung. Es wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Eine weitere Droh-Mail, die im Heilbronner Rathaus eingegangen war, wurde von den Polizeibeamten vor Ort nicht als Gefahr eingestuft.

Nichts zu tun haben die Bombendrohungen mit einem lauten Knall, der am Morgen im Raum Saarbrücken zu hören war. Die Bundeswehr teilte auf SR-Anfrage mit, dass zwei Kampfflugzeuge der US-Streitkräfte vom Typ F-16 gegen 10.07 Uhr im Luftraum TRA LAUTER kurzzeitig Überschallgeschwindigkeit erreicht hätten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 26.03.2019 berichtet.

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