Oberlandesgericht Zweibrücken (Foto: Imago/Becker&Bredel)

Bombendrohung an Zweibrücker Gericht

  15.01.2019 | 15:29 Uhr

Wegen einer Bombendrohung am Oberlandesgericht in Zweibrücken hat die Polizei das Gebäude am Dienstagvormittag durchsucht. Sprengstoff wurde nicht gefunden. Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen nun, ob ein Zusammenhang mit den Drohungen am Saarbrücker Landgericht und an anderen deutschen Gerichten besteht.

Die Bombendrohung in Zweibrücken war per Mail in der Nacht zum Dienstag eingegangen. Darin teilte eine unbekannte Person mit, dass am Gericht ein Sprengsatz platziert sei, der am 15. Januar detonieren solle. Nach der Durchsuchung des Gerichts mit einem Sprengstoffspürhund gab die Polizei Entwarnung. Es wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Das Gericht musste nicht geräumt werden.

Zusammenhang mit bundesweiter Serie?

weitere Informationen
Landgericht nach Bombendrohung wieder freigegeben
Das Saarbrücker Landgericht ist am Freitagmorgen wegen einer Bombendrohung kurzzeitig gesperrt worden. Ähnliche Fälle gab es an mehreren Landgerichten in sechs deutschen Städten. Die Drohungen haben möglicherweise einen rechtsextremen Hintergrund.

Bereits am Freitag waren bundesweit mehrere Gerichte nach Bombendrohungen durchsucht worden, unter anderem das Saarbrücker Landgericht. Sprengstoff wurde in keinem Fall gefunden. Alle E-Mails von diesem Tag stammen nach den bisherigen Ermittlungen aus einer Quelle. Die Nachrichten waren mit "nationalsozialistische Offensive" unterschrieben. Eine solche Vereinigung ist allerdings bundesweit bislang nicht in Erscheinung getreten.

Ob die aktuelle Drohung in Zweibrücken mit den anderen Fällen zusammenhängt, wird derzeit geprüft.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 15.01.2019 berichtet.

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