Landgericht Saarbrücken (Foto: dpa/Oliver Dietze)

Landgericht nach Bombendrohung wieder freigegeben

  11.01.2019 | 15:19 Uhr

Das Saarbrücker Landgericht ist am Freitagmorgen wegen einer Bombendrohung kurzzeitig gesperrt worden. Ähnliche Fälle gab es an mehreren Landgerichten in sechs deutschen Städten. Die Drohungen haben möglicherweise einen rechtsextremen Hintergrund.

Mit Sprengstoffspürhunden haben Beamte am Freitagmorgen das komplette Gebäude abgesucht. Gefunden wurde aber nichts. Entsprechend hat die Polizei das Gerichtsgebäude wieder freigegeben. Sie geht nicht von einer ernsthaften Gefahr aus.

Drohungen gegen mehrere Gerichte bundesweit

Die E-Mail mit der Drohung war bereits am Donnerstagabend per E-Mail eingegangen. Am Freitagmorgen wurde der Fall der Polizei gemeldet. Ähnliche Schreiben gingen auch an andere Gerichte bundesweit, etwa in Potsdam, Magdeburg, Erfurt und Wiesbaden. Derzeit wird  geprüft, ob sie von den gleichen Absendern stammen.

Die Drohungen gegen die Landgerichte in Saarbrücken und Kiel trugen den Absender "nationalsozialistische Offensive", sagte Polizeisprecher Stephan Laßotta dem SR auf Anfrage. Sowohl in Saarbrücken als auch in Kiel hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 11.01.2019 berichtet.