Bodenschichten im Wald (Foto: imago images/Panthermedia)

In tieferen Bodenschichten fehlt noch relativ viel Wasser

Linda Grotholt   09.11.2019 | 09:12 Uhr

Im Saarland hat es im Oktober deutlich mehr geregnet als üblich. Für die Landwirtschaft ist das gut, denn die oberen Bodenschichten sind aktuell gut durchfeuchtet. Der Wald mit seinen tiefer liegenden Wurzeln ist allerdings noch immer im Trockenstress, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Goldener Herbst? Fehlanzeige. Das Oktoberwetter im Saarland ist vor allem nass ausgefallen. Im Schnitt seien fast 140 Liter Niederschlag pro Quadratmeter heruntergekommen, bilanziert der Deutsche Wetterdienst (DWD). Damit war es im Saarland noch nasser als in den meisten anderen Regionen Deutschlands. Den Boden freut das: Denn nach dem langen, trockenen Sommer war die Bodenfeuchte sehr gering.

Obere 60 Zentimeter gut durchfeuchtet

Der Deutsche Wetterdienst erstellt täglich Bodenfeuchtekarten für die oberen 60 Zentimeter des Bodens. Das Ergebnis: In dieser Tiefe ist der Boden im Saarland zurzeit flächendeckend gesättigt. Überschüssige Flüssigkeit versickert in tiefere Schichten. „Es sieht auch in der nächsten Zeit zumindest immer wieder nach etwas Regen aus“, sagt Andreas Brömser vom DWD. „Da wird es jetzt auch nachhaltig und bis weit in den Winter herein wirklich nass oder feucht bleiben in den oberen Bodenschichten.“

Für die Landwirtschaft ist das besonders gut: „Die jetzt angebauten landwirtschaftlichen Kulturen wie zum Beispiel Winterraps und Wintergetreide können dem Boden Wasser entnehmen“, so der DWD.

Tieferen Bodenschichten fehlt noch Wasser

Die tieferen Bodenschichten bis zwei Meter Tiefe hingegen sind laut DWD immer noch sehr trocken. „Zur kompletten Durchfeuchtung des Bodens und damit der Wald auch nachhaltig wieder aus dem Trockenstress herauskommt, brauchen wir in den kommenden Monaten weiterhin häufigen Regen“, sagt Andreas Brömser. Ein gewisser Wasservorrat in den tieferen Bodenschichten sei auch wichtig, falls es im kommenden Jahr wieder lange Trockenperioden geben sollte. Einen solchen Vorrat könne der Boden besonders gut im Winter anlegen, da in dieser Jahreszeit die Niederschläge kaum verdunsteten, sondern einsickerten. Bereits im vergangenen Winter seien die Vorräte im Boden nicht ganz aufgefüllt worden.

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