Eine von der Blauzungen-Krankheit betroffene Kuh (Foto: dpa)

Blauzungenkrankheit im Saarland ausgebrochen

  14.01.2019 | 17:33 Uhr

Erstmals sind nun auch Rinder im Saarland von der Blauzungenkrankheit befallen. Konkrete Auswirkungen auf die Viehhaltung im Saarland hat das allerdings nicht, da hier bereits vor gut einem Monat eine Sperrzone eingerichtet wurde. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

Der Erreger wurde durch eine Laboruntersuchung auf einem Rinderhof im Saarpfalz-Kreis nachgewiesen. Das hat das Umweltministerium mitgeteilt. Alle Tiere des Hofes werden nun serologisch und virologisch untersucht, um die Ausbreitung des Virus abschätzen zu können. Zudem sollen alle Rinder des Betriebs gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden und mit einem Insektizid behandelt werden.

Video [aktueller bericht, 15.01.2019, Länge: 2:48 Min.]
Saarländische Rinder von Blauzungenkrankheit befallen

Übertragung durch Mücken

Die Krankheit wird durch kleine, blutsaugende Mücken übertragen. Bei den Tieren kommt es unter anderem zu Schwellungen im Nasen- und Maulbereich, Bindehautentzündungen und Entzündungen an Euter und Zitzen. Für den Menschen besteht keine Gefahr.

Da das Saarland nach einem Ausbruch der Krankheit im benachbarten Karlsruhe bereits im Dezember vergangenen Jahres zum Sperrgebiet erklärt wurde, sind keine weiteren Änderungen geplant. Rinder, Schafe und Ziegen dürfen schon jetzt nur aus der Sperrzone transportiert werden, wenn sie als geschützt gelten - beispielsweise durch eine Impfung.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 14.01.2019 berichtet.

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