Der Dom in Trier (Foto: picture alliance/dpa/Werner Baum)

Ackermann nimmt Reform-Dekrete zurück

  26.11.2019 | 16:42 Uhr

Im Bistum Trier wird es zum 1. Januar nun doch keine 15 neuen Großpfarreien geben. Damit reagiert das Bistum auf eine Entscheidung des Vatikans. Wie es nun aber weitergeht, ist offen.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann nimmt die Dekrete zur Umsetzung der Bistumsreform im Saarland und in Rheinland-Pfalz zum 1. Januar 2020 zurück. „Dies geschieht aufgrund der Entscheidung der vatikanischen Kleruskongregation, das Umsetzungsgesetz auszusetzen und vom Päpstlichen Rat für Gesetzestexte prüfen zu lassen“, teilte das Bistum am Dienstag mit.

Vorerst alles beim Alten

Die Kleruskongregation hatte in der vergangenen Woche die Reformen im Bistum Trier auf Eis gelegt. „Die Entscheidung aus Rom, das Umsetzungsgesetz auszusetzen, bedeutet für unsere Vorbereitungen und die Planungen eine starke Intervention“, erklärte Generalvikar Ulrich von Plettenberg. „Was sich damit ebenfalls erübrigt hat, ist der Starttermin 1. Januar 2020.“ Solange es keine Entscheidung aus Rom gebe, sehe man von der Errichtung von neuen Pfarreien und Kirchengemeinden ab. Auch könne man keinen neuen Zeitplan anbieten. Die gewählten Gremien sollen demnach mit einem Übergangsmandat weiter bestehen, die neuen Anstellungsverhältnisse der Beschäftigten in den Leitungsteams würden beibehalten.

Umstrittene Reform

Bischof Stephan Ackermann hatte im Dezember 2013 eine Synode eingesetzt, um über eine Neuausrichtung des Bistums zu beraten, die im Mai 2016 vorgestellt wurde. Zunächst war eine Schrumpfung auf 60 Großpfarreien vorgesehen, die später unter anderem wegen einer bestimmten Minimalgröße auf 35 korrigiert wurde. Die ersten 15 Großpfarreien sollten Anfang 2020 an den Start gehen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 26.11.2019 berichtet.

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