Ein Mann setzt sich eine Heroinspritze in den Arm. (Foto: dpa/Frank Leonhardt)

Bislang 18 Drogentote im Saarland

mit Informationen von Steffani Balle   21.07.2020 | 08:37 Uhr

Anlässlich des Drogentotengedenktages hat der Landesdrogenbeauftragte Stephan Kolling (CDU) eine bessere Unterstützung für Abhängige angekündigt. In diesem Jahr sind im Saarland bislang 18 Menschen am Drogenkonsum gestorben.

Schon 18 Drogentote im Saarland
Audio [SR 3, Steffani Balle, 21.07.2020, Länge: 00:58 Min.]
Schon 18 Drogentote im Saarland

Ein neues Drogenhilfezentrum, um dessen Standort in Saarbrücken schon jahrelang gestritten wird, soll endlich fertig gebaut werden. Gewünschte zentrale Standorte scheiterten bislang alle am Veto von Anliegern. Um Drogenkonsum weniger gefährlich zu machen, sollte laut Kolling verstärkt auf die Nutzung sogenannter Konsumräume verwiesen werden, wo saubere Spritzen und ärztliche Hilfe angeboten werden. Außerdem solle die Hilfe auf der Straße durch Streetworker verstärkt werden.

Häufig Mischkonsum

Im Saarland sind in diesem Jahr bereits 18 Menschen am Drogenkonsum gestorben. Viele von ihnen hätten mehrere unterschiedliche Drogen konsumiert. Das sei eine bedenkliche Entwicklung, teilte der Landesdrogenbeauftragte Stephan Kolling (CDU).

Damit Jugendliche erst gar nicht anfangen, will Kolling wieder mehr auf Prävention und Aufklärung setzen. „Suchterkrankte Menschen sind auf unsere Hilfe und Unterstützung angewiesen“, so der Staatssekretär abschließend.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 21.07.2020 berichtet.

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