Biosphäre Bliesgau (Foto: Tourismus Zentrale Saarland)

Biosphärenreservat Bliesgau hat Nachholbedarf

Simin Sadeghi   09.01.2020 | 13:46 Uhr

Seit zehn Jahren gibt es mit der "Biosphäre Bliesgau" im Saarland ein UNESCO-Biosphärenreservat. Zeit für die UNESCO, den Status zu überprüfen. Das nationale Komitee sieht in seinem Bericht viel Gutes in der Biosphäre, aber auch noch einigen Nachholbedarf.

Das Biosphärenreservat hat nach zehn Jahren eine gute Wiedererkennung und Akzeptanz in der Region, heißt es im Evaluierungsbericht. Es sei schon viel getan worden, aber es läuft noch nicht alles rund. Das ist in der Überprüfung des Nationalkomitees zur Bewertung der Biosphären in Deutschland zu lesen. Diesen Bericht hat das Komitee an die UNESCO übergeben.

Video [aktueller bericht, 09.01.2020, Länge: 2:30 Min.]
Überprüfung des UNESCO-Biosphärenreservats Bliesgau

Gerade die Kernzonen müssten besser durch sogenannte Pufferzonen geschützt werden, heißt es darin. Auch die geringe Zahl der Bio-Bauernhöfe wurde kritisiert. Daran soll schnellstmöglich gearbeitet werden, sagt der Geschäftsführer des Biosphärenreservates, Gerhard Mörsch. Man sei froh über die Anregungen. Das zeige, dass ein Biosphärenreservat in einem stetigen Entwicklungsprozess sei.

Evaluierung des Biosphärenreservats durch die UNESCO
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 09.01.2020, Länge: 03:07 Min.]
Evaluierung des Biosphärenreservats durch die UNESCO

Regionale Produkte aus dem Bliesgau

Positiv hervorgehoben wurden in dem Bericht die ökologische Vielfalt und die große Zahl an regionalen Produkten. Theophil Gallo, Landrat des Saarpfalz-Kreises, ist zuversichtlich, dass die UNESCO das Biosphärenreservat weiterhin als solches anerkennt. Bis Juli soll auf Grundlage des Berichts darüber entschieden werden.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 09.01.2020 berichtet.

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