Honigbienen sitzen auf Bienenwaben. (Foto: Cindy Riechau/dpa)

St. Ingberter Bienen sterben durch Unglück

Mit Informationen von Patrick Wiermer   21.07.2020 | 12:35 Uhr

Durch ein Unglück sind in St. Ingbert-Rohrbach zahlreiche Bienen zu Tode gekommen. Verursacher war der Imker selbst. Bei einem Fall in Saarwellingen ist dagegen inzwischen klar: Insektengift hat dort im Mai Tausende Bienen getötet.

Bienensterben war ein Unfall
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 21.07.2020, Länge: 00:55 Min.]
Bienensterben war ein Unfall

Die Polizei war zunächst von einem Anschlag mit einer "dickflüssigen, öligen, klebrigen" Substanz ausgegangen, mit der der Stock bestrichen war und die auch auf einige Steine in der Nähe verteilt worden war. Wie sich jetzt herausstellte, handelte es sich dabei um die Zuckerlösung, mit der die Bienen gefüttert werden.

Der Imker meldete sich selbst bei der Polizei. Er wollte mit der Lösung seine Bienen füttern, was offensichtlich gründlich misslang.

Laut Polizei war die Lösung überzuckert, die Tiere verklebten und verendeten. Der Imker hatte die Lösung offenbar zuvor in einem Kanister und mehreren Einmachgläser an den Stock gebracht und dort verteilt. Die Behälter ließ er vor Ort zurück. Das rief wiederum einen Zeugen auf den Plan, der die Polizei in Sankt Ingbert informierte.

Bienenfrevel in Saarwellingen war Giftanschlag

Die 45 Bienenvölker in Saarwellingen, die Mitte Mai von einem massiven Bienenfrevel betroffen waren, wurden hingegen durch ein Insektengift getötet. Das teilte das Landespolizeipräsidium auf SR-Anfrage mit. Neben dem dort ansässigen Dezernat für Umweltkriminalität ermittelt mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft.

Tausende Bienen von insgesamt drei Imkern waren damals der Attacke zum Opfer gefallen. Der Schaden für die Imker geht in den fünfstelligen Euro-Bereich.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 21.07.2020 berichtet.

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