Tote Fische in der Bickenalb (Foto: BeckerBredel)

Bickenalb durch Gülle verseucht

  17.05.2021 | 10:15 Uhr

Die Bickenalb ist am Freitag durch eine größere Menge von Gülle massiv verseucht worden. In dem aus Frankreich kommenden Fluss sind Fische gestorben, Krebse verendet und Kleintiere eingegangen. Im saarländischen Abschnitt, der im Saarpfalz-Kreis liegt, ist die Bickenalb momentan ohne Leben.

Auf französischer Seite ist Gülle ins Wasser der 17 Kilometer langen Bickenalb gelangt. Dadurch wurde das Gewässer verseucht. Wie das Umweltministerium dem SR bestätigte, hat das Landesamt für Umweltschutz am Freitag Proben genommen und die starke Verunreinigung mit Gülle festgestellt. Das Fischsterben sei erheblich, auf saarländischer Seite seien alle Tiere tot, der Fluss praktisch ohne Leben.

Technischer Defekt

Die Ursache der Verschmutzung war nach Angaben des Ministeriums offenbar ein technischer Defekt an einem Güllelager eines Landwirts in Frankreich. Sein Betrieb liegt nur 500 Meter hinter der Grenze. Der Fall werde von der Polizei Homburg und den französischen Behörden bearbeitet.

Verseuchung der Bickenalb
Audio [SR 1, Daniel Simarro, Frank Falkenauer, 17.05.2021, Länge: 02:10 Min.]
Verseuchung der Bickenalb

Anglern aus Blieskastel-Altheim war die Verschmutzung aufgefallen. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz hatte daraufhin Wasserproben entnommen.

Das Umweltministerium geht davon aus, dass sich das Ökosystem erholen wird, weil es rund fünf Kilometer flußabwärts noch lebende Fische gebe. Es sei zu erwarten, dass sich die Bickenalb neu besiedele. Nach Einschätzung von Experten kann das aber bis zu einem Jahr dauern.

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