Figuren von Menschen in verschiedenem Alter sind auf einer Fensterfront (Foto: dpa/SR)

Weniger Einwohner im Saarland

  19.06.2020 | 14:30 Uhr

Im Saarland ist die Bevölkerungszahl im vergangenen Jahr gesunken. Das Land steht damit entgegen des Bundestrends. Dort stieg die Einwohnerzahl 2019 weiter an.

Ende 2019 lebten im Saarland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 986.900 Menschen und damit 3600 weniger als noch im Vorjahr. Das Saarland ist damit neben Bremen das einzige westdeutsche Bundesland, in dem die Bevölkerungszahl zurückgegangen ist.

In den neuen Bundesländern ohne Berlin nahm die Bevölkerung um 20.800 Menschen ab. Das sind 0,2 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Lediglich in Sachsen-Anhalt und in Thüringen sank dabei die Bevölkerungszahl prozentual stärker als im Saarland.

Mehr Einwohner in Deutschland

In Deutschland ist die Bevölkerung hingegen weiter gewachsen, wenn auch langsamer als noch im Vorjahr. Im vergangenen Jahr lebten 83,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik und damit 147.000 mehr als noch 2018. In absoluten Zahlen stieg die Einwohnerzahl dabei am stärksten in Bayern mit einem Plus von 48.000 Menschen, Baden-Württemberg (+30.900) und Berlin (+24.700).

Grüne fordern Demografiestrategie

Nach Ansicht der saarländischen Grünen braucht das Land nun eine Demografiestrategie, um die gesellschaftlichen Veränderungen, die sich durch den Bevölkerungsrückgang ergeben, aktiv zu gestalten. Die Politik müsse die richtigen Weichen stellen, damit junge Menschen künftig eine bessere Bleibe-Perspektive im Saarland hätten und andere motiviert würden, ins Saarland zu kommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.06.2020 berichtet.

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