Ein abgelegter Telefonhörer (Foto: picture alliance / dpa | Rolf Vennenbernd)

Falsche Polizeibeamte bringen Saarländerinnen um viel Geld

  25.05.2021 | 19:46 Uhr

Die Polizei im Saarland warnt erneut vor Anrufen falscher Polizeibeamter, die es auf Bargeld und Wertgegenstände vor allem von Senioren abgesehen haben. In der vergangenen Woche habe sich die Zahl der Betrugsversuche gehäuft. Zweimal waren die Betrüger erfolgreich.

Allein über das Pfingstwochenende zählte die saarländische Polizei 29 Anrufe falscher Polizeibeamter. In zwei Fällen sei es am vergangenen Freitag zu einer Geldübergabe gekommen.

Eine 91-jährige Frau aus Saarbrücken wurde Opfer eines solchen Anrufs. Der Täter habe sich am Telefon als Polizeibeamter ausgegeben und die Seniorin dazu gebracht, einem Komplizen an der Haustür Bargeld in einer fünfstelligen Summe zu überreichen.

In Saarlouis wurde eine 74-Jährige mit der gleiche Betrugsmasche dazu bewegt, Bargeld herauszugeben. Sie überreichte laut Polizei dem Mann an der Haustür das Bargeld in Höhe einer fünfstelligen Summe. Durch das Übermitteln von Online-Codes entstand zusätzlich ein Schaden in vierstelliger Höhe.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei sucht im Zusammenhang mit dem Saarbrücker Fall nun mögliche Zeugen. Der Geldbote wurde laut Polizei als circa 35 bis 40 Jahre alter Mann beschrieben. Er soll zwischen 1,75 Meter und 1,80 Meter groß sein sowie dunkle, glatte Haare haben.

Er sei mit einer blauen Sporthose und blauen Regenjacke bekleidet gewesen. Der Mann soll sich am vergangenen Freitag zwischen 12.00 Uhr und 15.00 Uhr im Ortsteil Scheidt aufgehalten haben. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst entgegen: 0681/962-2133.

Keine persönlichen Daten preisgeben

Grundsätzlich rät die Polizei, am Telefon nicht über persönliche und finanzielle Verhältnisse zu sprechen. Niemals sollten Telefonnummern, Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder ähnliches weitergegeben werden.

Wer dennoch Opfer einer solchen Straftat wurde, soll sich an die örtlich zuständige Polizeidienststelle wenden. Für eine Beratung stünden außerdem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dezernats für Polizeiliche Kriminalprävention und Opferschutz des Landespolizeipräsidiums zur Verfügung (0681/962-3535).

Weitere Informationen zum Thema Sicherheit hat die Polizei auf folgender Homepage zusammengetragen: www.polizei-beratung.de.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "aktueller bericht" im SR-Fernsehen vom 25.05.2021 berichtet.

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