Eine Pflegerin schiebt eine Frau im Rollstuhl. (Foto: picture alliance/Tom Weller/dpa)

Besuche im Pflegeheim nur noch mit Schnelltest

  20.12.2020 | 09:11 Uhr

Wer einen Angehörigen in einem Pflegeheim besuchen möchte, wird zuvor mit einem Schnelltest auf Corona untersucht. Die Landesregierung hat die entsprechende Testpflicht ausgeweitet, solange die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz über 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt.

Ist der Schwellenwert überschritten, müssen die Einrichtungen ihr Personal sowie alle Bewohnerinnen und Bewohner zweimal wöchentlich per Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen. Besucherinnen und Besucher müssen bei jedem Besuch getestet werden. Dazu gehören sowohl Privatpersonen als auch Berufsgruppen, beispielsweise medizinische und therapeutische Kräfte sowie Seelsorger.

Zuvor hatte die Arbeiterwohlfahrt das Testungskonzept in ihren Pflegeheimen bereits umgestellt. Dort kann jeder Bewohner täglich von einer Person für eine Stunde aus dem familiären Bezugskreis besucht werden. Besuche müssen vorab telefonisch angemeldet werden.

Vor Ort wird bei dem Besucher ein Antigen-Schnelltest vorgenommen. Außerdem wird die Körpertemperatur mit einem kontaktlosen Thermometer gemessen. Der Besucher muss seine Kontaktdaten hinterlegen und bekommt eine Einweisung in die Hygiene- und Schutzstandards.

Ausnahmen bei Sterbebegleitung

Für immobile Bewohner sowie für Begleitungen im Sterbeprozess sind nach wie vor Ausnahmen von den Besuchsregeln und ein Besuch im Bewohnerzimmer möglich. Auch hierbei gelten strengste Hygieneschutzregeln. 

Viele Heime setzen bereits auf Schnelltests

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist einer der größten Altenheimbetreiber im Saarland. Sie betreibt im Saarland 26 stationäre Altenheime mit rund 2300 Bewohnern.

Ein Thema in der Sendung "aktuell" im SR Fernsehen am 18.12.2020.

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