Richterfenster in der Abtei Tholey (Archivbild) (Foto: picture alliance/dpa/Oliver Dietze)

Tholeyer Abtei zählt 40.000 Besucher

  21.09.2021 | 09:39 Uhr

Seit dem Ende der coronabedingten Schließungen nach Ostern haben rund 40.000 Gäste die Tholeyer Abtei besucht. Hauptanziehungspunkt im ältesten Kloster Deutschlands sind dabei die Richter-Fenster.

Die Kirchenfenster des 89 Jahre alten Malers und Bildhauers Gerhard Richter locken immer mehr Besucher nach Tholey. Rund 40.000 Gäste seien seit Ostern ins Kloster nach Tholey gekommen, sagte der Geschäftsführer der Abtei, Pater Wendelinus Naumann, der Deutschen Presse-Agentur. Die Besucher kämen aus ganz Deutschland, aber auch aus Frankreich, Großbritannien und den USA.

Kunst als Geschenk

Vor rund einem Jahr waren die bunten Chorfenster im Zuge der Sanierung in der gotischen Abteikirche der Benediktiner enthüllt worden. Die drei jeweils 1,95 mal 9,30 Meter großen Werke hatte Richter auf Grundlage eines abstrakten Bildes durch wiederholtes Teilen und Spiegeln entwickelt. In den äußeren Fenstern dominieren Rot und Blau, in der Mitte Gelb. Dazu kommen 29 figürliche Fenster, gestaltet von Mahbuba Elham Maqsoodi.

Richter schenkte den Mönchen seine Kunst. Vor der Enthüllung hatte er gesagt, dass die Kirchenfenster voraussichtlich sein letztes großes Werk seien. Der Künstler habe die Fenster leider noch nicht vor Ort bewundern können, sagte Pater Wendelinus. „Wir hoffen aber, dass es irgendwann noch mal klappt.“

Sanierung im April abgeschlossen

Die Generalsanierung der Tholeyer Abtei war im April dieses Jahres abgeschlossen worden. Zwölf Mönche aus fünf Nationen leben heute hier. Tholey gilt mit der urkundlichen Ersterwähung im Jahr 634 als ältestes Kloster Deutschlands.

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