Symbolbild: Polizei (Foto: SR / Felix Schneider)

Beschuldigte unter Mordverdacht bleiben in Haft

Thomas Gerber   26.08.2020 | 16:35 Uhr

Im mutmaßlichen Mordfall von Wadgassen bleiben alle drei Beschuldigten bis auf Weiteres in Untersuchungshaft. Wie das Landgericht dem SR auf Anfrage bestätigte, hat einer der drei Verdächtigen seine Haftbeschwerde jetzt ohne Angabe von Gründen zurückgezogen. Der 55-jährige Riegelsberger war zuvor mit seiner Beschwerde bereits vor dem Amtsgericht gescheitert.

Die Suche nach den sterblichen Überresten des mutmaßlichen Opfers läuft unterdessen weiter. Leichenspürhunde sind seit mehr als einer Woche in einem Waldstück bei Wadgassen im Einsatz. Dort sollen die drei Verdächtigen ihr Opfer im Herbst 1991 heimtückisch ermordet haben.

Hinweise und Aussagen scheinen eindeutig

Sollten die Ermittler nicht fündig werden - es wäre nicht der erste Mordprozess ohne Leiche. Die Hinweise und Aussagen aus dem Umfeld der Beschuldigten scheinen eindeutig. Den Verdächtigen aber nach fast 30 Jahren nachzuweisen, dass sie ihr arg- und wehrloses Opfer heimtückisch ermordet haben, dürfte schwierig werden. Alles andere aber als Mord - Totschlag beispielsweise - wäre längst verjährt.

Die Drei waren fast 30 Jahre nach dem Verschwinden des Opfers aufgrund von Hinweisen in Verdacht geraten und Anfang des Monats in Riegelsberg, Heusweiler und Berlin festgenommen worden. Hintergrund der Tat war möglicherweise ein Streit um Drogengeschäfte.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 26.08.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja