Nachbildung der Justitia neben einem Aktenstapel (Foto: dpa Bildfunk)

Tödlicher Unfall: Berufung abgelehnt

Thomas Gerber / Onlinefassung: Axel Wagner   30.11.2018 | 15:43 Uhr

Das Urteil gegen die Autofahrerin, die im August 2016 auf der A620 einen tödlichen Unfall verursacht hatte, hat Bestand. Das Landgericht hat heute die Berufung der 40-Jährigen und die der Eltern des Opfers zurückgewiesen. Die Frau war mit ihrem Geländewagen bei Klarenthal in einen Stau gerast. Ein 23-Jähriger, der mit seinem Kleinwagen am Stauende stand, kam ums Leben.

Ein Jahr Freiheitsstrafe aus Bewährung, drei Monate Fahrverbot und 10.000 Euro Geldstrafe – das Landgericht schloss sich dem Urteil des Amtsgerichts an. Der von der Verteidigung beantragte Freispruch kam auch in zweite Instanz nicht in Betracht - denn klar sei, die 40-Jährige sei zu schnell gefahren und trotz Tempo 60 mit bis zu 110 Stundenkilometer nahezu ungebremst ins Stauende gerast.

Urteil nach tödlichem Autounfall bleibt bestehen
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 30.11.2018, Länge: 03:02 Min.]
Urteil nach tödlichem Autounfall bleibt bestehen

Der von der Verteidigung vorgebrachte, mögliche epileptische Anfall als Unfallursache sei mit nichts bewiesen. Eine bloße Veranlagung zu cerebralen Krampfanfällen reiche da nicht aus. Nach dem verheerenden Crash hätten Ärzte jedenfalls keinerlei Anzeichen für einen kurz zuvor erlittenen Anfall diagnostiziert. Die eigentliche Unfallursache sei nicht aufzuklären, so das Landgericht – die Beschuldigte könne telefoniert, das Radio bedient haben oder einfach nur unaufmerksam gewesen sein.

Die Eltern des Opfers hatten auf ein höheres Strafmaß gehofft, wollten insbesondere Klarheit über die eigentliche Unfallursache. Nach dem Richterspruch waren sie enttäuscht. Die bohrende Frage nach dem Warum werde wohl nie beantwortet.

Video [aktueller bericht, 30.11.2018, Länge: 2:39 Min.]
Berufungsprozess um Unfall eingestellt
Das Urteil gegen die Autofahrerin, die im August 2016 auf der A620 einen tödlichen Unfall verursacht hatte, hat Bestand. Das Landgericht hat am Freitag die Berufung der 40-Jährigen und die der Eltern des Opfers zurückgewiesen. Die Frau war mit ihrem Geländewagen bei Klarenthal in einen Stau gerast. Ein 23-Jähriger, der mit seinem Kleinwagen am Stauende stand, kam ums Leben.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten vom 30.11.2018 berichtet.

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