Ein Mann telefoniert (Foto: dpa)

Beratungsstellen für Opfer von Hass gefordert

  23.10.2020 | 08:43 Uhr

Im Saarland gab es seit März 121 Anzeigen wegen Beleidigungen und Bedrohungen von Menschen in öffentlichen Funktionen. Auch Politiker werden zunehmend bedroht. Um den Betroffenen zu helfen, fordert die Hilfsorganisation Hate Aid im Saarland Beratungsstellen.

Für Betroffene sei es wichtig, Ansprechpartner unterhalb der Ebene von Polizei und Staatsanwaltschaft zu haben, denen sie sich anvertrauen könnten, sagte die Hate Aid-Sprecherin Anna-Lena von Hodenberg in der SR-Sendung Saarthema Extra. Diese könnten ermutigen, Fälle zur Anzeige zu bringen oder selbst Anzeige stellen.

Seit März gilt im Saarland eine neue Regelung, wonach solche Fälle dann nicht mehr als Privatverfahren behandelt werden. Die meisten Anzeigen gibt es bislang aus dem Kreis von Rettungskräften. Justiz-Staatssekretär Roland Theis (CDU) appellierte auch an betroffene Politiker, bei Hetze und Bedrohungen, etwa im Internet, Anzeige zu erstatten.

Über dieses Thema hat auch die SR-Sendung "Saarthema extra" am 22.10.2020 im SR Fernsehen berichtet.

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