Ein Mann fährt mit seinem Rollstuhl eine Rampe hoch. (Foto: dpa)

Steuererleichterungen für Menschen mit Behinderung

  20.12.2020 | 18:18 Uhr

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten steigt der steuerliche Pauschalbetrag für Menschen mit Behinderung deutlich. Der Pauschbetrag, der bei der Steuererklärung Einzelnachweise für die Aufwendungen des täglichen behinderungsbedingten Lebensbedarfs überflüssig machen soll, wird zum neuen Jahr verdoppelt.

Die Pauschbeträge richten sich nach dem Grad der Behinderung. Sie reichen von 384 Euro bei einem - erstmals berücksichtigten - Grad von 20 bis zu 2840 Euro bei einem Grad von 100.

Neben der Verdoppelung der Pauschbeträge sollen laut Bunderegierung verschiedene Steuervereinfachungen die Steuerpflichtigen mit Behinderungen entlasten. So wird ein behinderungsbedingter Fahrtkosten-Pauschbetrag von 900 Euro bei Geh- und Sehbehinderung und 4500 Euro bei stärkeren Einschränkungen eingeführt. Außerdem gibt es bei einem Grad der Behinderung kleiner als 50 keine zusätzlichen Voraussetzungen zur Gewährung des Behinderten-Pauschbetrages mehr.

Die saarländischen Finanzämter sollen den Betroffenen unbürokratisch weiterhelfen und diese Neuregelung technisch umsetzen, teilte das Finanzministerium mit. Online hat es zudem weitere Informationen über die Änderungen zur Verfügung gestellt.

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