Ludwigskreisel in Saarbrücken aus der Vogelperspektive (Foto: IMAGO / Becker&Bredel)

Rad- und Umweltverbände fordern Baustopp am Ludwigskreisel

  15.04.2021 | 13:00 Uhr

Die Bauarbeiten am Saarbrücker Ludwigskreisel sollen nach dem Willen von Radfahrverbänden und Umweltorganisationen beendet werden. Die geplante Erweiterung um eine zusätzliche Fahrspur sei verkehrspolitisch "ein völlig falsches Signal".

Die 1,3 Millionen Euro, die für den Umbau des Saarbrücker Ludwigkreisel ausgegeben werden sollen, seien "mehr, als für die Förderung des Radverkehrs insgesamt für ein Jahr im Bereich der Landeshauptstadt zur Verfügung" stehe, kritisierten die Organisationen unter Federführung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Dass damit vor allem die Anfahrt mit dem Auto zum Quartier Eurobahnhof erleichtert werde, konterkariere die in der Landeshauptstadt dringend nötige Verkehrswende.

Die Verbände fordern von den Verantwortlichen "mehr verkehrsplanerische Kreativität und städtebaulicher Weitblick". Mit dem Geld hätten Stadt und Land an dem gut an den Öffentlichen Nahverkehr angeschlossenen Gewerbegebiet beispielhaft zeigen können, wie Ansiedlungspolitik im Zentrum einer Großstadt auch ohne mehr Autoverkehr funktionieren könne. Die Gruppen riefen deshalb zu einem Baustopp auf, um das Vorhaben mit Bürgerbeteiligung noch einmal neu zu prüfen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 15.04.2021 berichtet.

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